Sonntag, 18. Januar 2015

Lasagne 2.0

Lasagne war ja eines der Gerichte, dass ich als erstes richtig gut kochen konnte. Schon mit 14 war es meine Aufgabe eine leckere Lasagne für das Mittagessen zu kochen. Ich habe also schon über ein Jahrzehnt Lasagneerfahrung.

Die leckere Bolognesesoße, die man für eine gute Lasagne braucht, habe ich mittlerweile (nach meinem Geschmack) perfektioniert. In meine Bolognese kommen Olivenöl, Hackfleisch, Möhren, Stangensellerie, rote Zwiebeln, Knoblauch, Tomatenmark, Schinkenspeck, Tomaten, passierte Tomaten, frische Kräuter, Gewürze, Zucker und Rotwein. Nach langem Einkochen entsteht eine köstliche Soße, die mit ein paar Nudelplatten und Käse schnell zu einer Lasagne wird.


Was mit in den 10 Jahren Lasagneherstellung aber noch nie in den Sinn gekommen ist, ist die Nudelplatten einfach mal selber zu machen. Vor einer Weile habe ich mich dieser Herausforderung mal gestellt und die Lasagne 2.0 war geboren. 

Mit selbstgemachten Nudelplatten schmeckt die Lasagne noch viel besser und schwer ist das ganze auch nicht. Man braucht lediglich so eine einfache Nudelmaschine*, damit man den Teig schön auswallen kann. Meine Nudelplatten sind übrigens aus Dinkelmehl. Das macht geschmacklich keinen großen Unterschied gegenüber der Weizenvariante, aber Dinkel enthält immer etwas mehr Vitamine und Mineralien.

Lasagne mit selbstgemachten Nudelplatten
(für 5-6 Portionen)

Für die Bolognesesoße
2El Olivenöl
1 rote Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
100g Schinkenspeck, fein gewürfelt
1 Möhre, geschält und gewüfelt
2 Stangen Sellerie, gewürfelt
700g Rinderhack
4Tl Tomatenmark
1 Glas Rotwein
1l passierte Tomaten
Salz/Pfeffer/Zucker/Basilikum/Petersilie/Paprika

Für die Nudelplatten
300g Dinkelmehl
1Tl Salz
125ml Wasser
1El Olivenöl 

 Außerdem
1 Becher Creme Fraiche
geriebener Parmesan 

Für die Nudelplatten alle Zutaten in einer Schüssel zu einem Teig verkneten. Ist der Teig zu klebrig, einfach noch ein wenig Mehl hinzugeben. Lässt er sich nicht zu einem Teig verarbeiten, fehlt etwas Flüssigkeit. Den Teig mindestens 1h ruhen lassen. 

Für die Bolognesesoße werden alle Zutaten geschält, gewaschen und gewürfelt. Zwiebel, Knoblauch, Sellerie, Möhren und Schinkenspeck wird in einem großen Topf in Olivenöl glasig anbraten. Nun das Rinderhack dazu geben und ebenfalls anbraten. Einen guten Klecks Tomatenmark einrühren.
 
Anschließend wird das Ganze mit einem guten Schluck Rotwein und den passierten Tomaten abgelöscht. Die Soße wird mit Salz, Pfeffer, Paprika, frischer Petersilie und etwas Basilikum gewürzt und etwa eine Stunde eingekocht. Außerdem schmecke ich Tomatensoßen IMMER mit etwas Zucker ab. Das ist bei Tomatengerichten wichtig, damit die Soße einen schönen, fruchtigen Geschmack bekommt. 
Den Nudelteig portionsweise gut bemehlt mit einer Nudelmaschine zu dünnen Platten ausrollen. Die Soße nach dem Kochen mit den Nudelplatten abwechselnd in eine Auflaufform schichten, mit Creme Fraiche bestreichen und mit Käse bestreuen. Die Lasagne in den Ofen stellen und etwa 30-40 Minuten bei 200°C backen.


Macht ihr eure Lasagneplatten auch immer selber? Oder greift ihr lieber auf die gekaufte Variante zurück?

Ich wünsche euch noch einen wunderbaren Sonntag!
Wir sehen uns wieder, wenn es heißt:

Ich bin dann mal kurz in der Küche ;-) 
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Kommentare:

  1. Hmm, da läuft mir ja das Wasser im Mund zusammen, ich liebe Lasagne! Ich mache seit kurzer Zeit fast all meine nudeln selber! Ich habe nämlich nun eine Kitchen Aid und dazu die Pastawalzen, ich mach jetzt immer auf Vorrat selber! Total lecker! Lasagne muss ich auch bald mal wieder machen!

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  2. Ähm, und wo ist die Bechamelsoße??? Im Grunde ist das doch eher ein Bologneseauflauf und keine Lasagne ;-)

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    1. Hallo,

      Ich mag überhaupt keine Bechamelsoße, deshalb lasse ich sie weg und ersetze mit Creme Fraiche. Jeder eben wie er mag =)

      Eine Lasagne definiert sich nicht über die Bechamelsoße. Alles, was übereinander gestapelte Nudelplatten hat, kann man als Lasagne bezeichnen.

      Viele Grüße,
      Maria

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  3. Mareike trocknest du denn die Nudeln?
    LG Alja

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  4. Hallo :)
    Die Lasagne hört sich gut an. Ich koche allerdings nicht gerne mit Alkohol. Hast du eine Idee womit man sonst abschrecken kann? Einfach mit Wasser?
    Liebe Grüße

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    1. Hallo,

      Wasser würde ich nicht nehmen, denn dann geht Geschmack verloren. Ich würde in diesem Fall zu Brühe (Rinderbrühe) greifen, um den Geschmack zu unterstützen. Oder du nimmst alkoholfreien Wein.

      Viele Grüße,
      Maria

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  5. Hm das hört sich echt lecker an und sieht auch so aus!

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  6. Eine Nudelmaschine gehört meiner Meinung nach in die Küche eines jeden, der gerne und regelmäßig Pasta ist. Der Qualitätsunterschied ist einfach ganz deutlich zu schmecken.

    Und wenn man dann einmal angefangen hat, seine Pasta selbst herzustellen, will man nie wieder zurück!

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Viele Grüße,
Maria