Montag, 27. Oktober 2014

{Gastbeitrag} Was Leckeres von ha(h)ndmade

Es ist mal wieder Montag und somit ist es wieder höchste Zeit für einen neuen Gastbeitrag. Ich habe heute die liebe Sabine vom Blog ha(h)ndmade zu Gast bei mir, die uns heute eine meiner Leidenschaften präsentiert: eine Motivtorte. 

Der treue Leser von "Ich bin dann mal kurz in der Küche" kennt mein Hobby und meine Torten schon und ich freue mich immer wieder wenn ich höre und lese, dass ich auch andere Menschen mit dieser Leidenschaft anstecken konnte. Ein ganz kleines bisschen bin ich auch stolz, wenn ich dann sehe, was dabei raus kommt, wenn jemand meinen Blog liest und selber Torten macht (darf ich doch, oder?).

Ich kann nur noch sagen: Lasst euch begeistern!


Was Leckeres von ha(h)ndmade:
Rührteig mit weißer Schokolade und Pistazien


Wahhh! Oh man...
Jetzt ist es also wirklich soweit.
Ich bin zu Gast bei Maria.
Wahnsinn!

Tief durchatmen und dann geht es los.

Wer ich bin?
Sabine, Sabine Hahn um genau zu sein. Eine zweifache Lausbubenmama mit einem Hang zum Selbermachen.
Und genau deswegen ist mein Blog „ha(h)ndmade“ vor mehr als 3 Jahren entstanden. Mein angeheirateter Allerweltsname wurde also zum Programm.

Eigentlich fing alles mit dem Nähen an.

Aber dabei blieb es nicht.
Gekocht und gebacken habe ich sowieso immer gerne und irgendwann hat auch dieser Bereich heimlich still und leise Einzug in meinen Blog gefunden. Richtig schlimm wurde es dann durch eine kleine Challenge die ein paar befreundete Mamis ins Leben gerufen haben. Jetzt ist also auch das Essen nicht mehr wegzudenken.
Einen reinen Foodblog findet ihr aber bei mir nicht, sondern eben alles mögliche: Aber bitte ha(h)ndmade!

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr wie und warum ich bei Maria gelandet bin. Aber ich erinnere mich noch sehr gut an den Augenblick, als ich ihre ersten Torten gesehen habe.

Ich war erst einmal ziemlich sprachlos.

(Wer mich kennt weiß: DAS kommt selten vor...)

Von dem Moment an war ich nicht nur ein ständiger Besucher ihrer Seite, sondern auch angesteckt mit dem Tortenfieber.
Das wollte ich doch selbst mal testen. Über meine ersten Versuche breite ich still und heimlich den Mantel des Schweigens.
Jetzt darf ich heute bei ihr bloggen und kann es immer noch nicht so richtig fassen.
Ich denke ich muss nicht erwähnen wie sehr ich mich freue...
Danke, danke, danke!
Lange musste ich nicht überlegen was ich euch heute hier präsentieren werde.
Eine Torte natürlich :)
Denn das Timing war perfekt, meine beiden Buben haben im Oktober Geburtstag.

Im Gegensatz zu Maria fehlen mir allerdings noch ca. 500 Übungstorten damit ich ein einigermaßen anständiges Ergebnis im Bereich Motivtorten hinkriege.
Der Fondant macht nämlich gerne mal was komplett anderes als ich eigentlich will.
Dazu kommt, dass es als Mama von zwei Buben, die nebenbei mit 34 nochmal an die Uni zurück ist, einfach ab und an mal etwas schneller gehen muss.
Aber bitte trotzdem mit ein bisschen „WOW“-Effekt.

Deswegen gibt es heute von mir etwas „Einfacheres“.

Die Idee zu meiner kleinen Geburtstagstorte habe ich von Elise von My Cupcake Addiction. Ich habe ihre Torte mit der Cornflakesschüssel gesehen und war sofort begeistert. Nachdem mein Großer schon einen „Illusion cake“ mit M&Ms bekommen hat, durfte also bei meinem Kleinen, der ein Jahr alt geworden ist, auch einer her. Aber bitte so, dass er als „Baby“ auch etwas davon hat.

So ist am Ende meine Schüssel mit Babykeksen entstanden.


Sieht spektakulär aus, ist aber eigentlich einfach gemacht.
Und statt Babykeksen kann man wie im Original irgendwelche Cornflakes benutzen oder seiner Fantasie ganz freien Lauf lassen.

Meine Schüssel ist einfach aus Glasur mit etwas weißer Schokolade vermischt entstanden. Hierfür habe ich die Schokolade geschmolzen, eingefärbt und anschließend eine Silikonschüssel damit ausgepinselt. Mehrfach!
Einfach kurz in den Kühlschrank gestellt, zieht die Schokolade sofort an und man ist innerhalb von 15 Minuten fertig.
Gut aushärten lassen und dann die Silikonschale vorsichtig abziehen.

TADA! Essbare Schüssel aus Schoki – Check


Für den Teig habe ich mein Lieblingsrezept genommen. Mit etwas Herumgeteste ist es irgendwann entstanden und seitdem oft gewünscht wenn ich meine Familie mit Torten bombardiere.
Gebacken wurde er natürlich in der gleichen Silikonschüssel damit er am Ende auch wieder hineinpasst.
Rührteig mit weißer Schokolade und Pistazien
(für eine 20er Form)

4 Eier
90g Zucker
70g neutrales Öl
1 Vanillezucker oder Mark einer Vanillestange
90g Mehl
1 gehäuften TL Backpulver
100g weiße Schokolade
40g Pistazien fein gemahlen

Den Ofen auf 175 Grad vorheizen.

Die weiße Schokolade in der Mikrowelle schmelzen und etwas abkühlen lassen.
Dann die Eier mit dem Zucker und der Vanille schaumig rühren.
Wie bei Marias tollem Biskuit soll sich auch hier die Masse verdoppeln und hell und schaumig werden. Das kann schon einmal 5 Minuten dauern. Öl hinzugeben und kurz unterrühren.
Das Mehl, die Pistazien und das Backpulver in die Schüssel sieben und vorsichtig unterheben (die Pistazien habe ich dieses Mal weggelassen).
Anschließend die geschmolzene Schokolade kurz unterrühren.

Die Silikonschale muss man eigentlich nicht einfetten, ich traue dem Frieden irgendwie nicht so ganz und gehe in so einem Fall immer auf Nummer sicher.
Ich benutze dazu immer Backtrennmittel: Einfach zu gleichen Teilen Mehl, Palmin Soft und neutrales Öl miteinander verrühren bis es cremig wird. Abgefüllt in einem Glas hält sich das Backtrennmittel für einige Wochen im Kühlschrank.

Den Teig hineinfüllen und für ca. 30 Minuten backen.

Aus meiner Erfahrung macht jeder Ofen sein eigenes Ding.
Deswegen stelle ich mir meinen Timer immer schon etwas eher und mache die Stäbchenprobe um sicher zu gehen, dass mein Kuchen auch wirklich fertig ist.

Als Füllung habe ich mich dieses Mal für eine Schokoladenbuttercreme entschieden.
Mein Lieblingsrezept ist ganz einfach.

Schokoladenbuttercreme

150g Zartbitterschokolade
150 Vollmilchschokolade
180ml Sahne
150g Butter
evtl. etwas Puderzucker

Man nimmt die Schokolade, hackt sie klein und gibt sie in eine Schüssel.
Die Sahne in der Mikrowelle oder dem Topf erhitzen und darübergießen.
Ich stelle also im Endeffekt eine normale Ganache her.
Sobald sie etwas abgekühlt ist wird die Butter schaumig und nach und nach die Ganache schaumig gerührt.
Wem sie nicht süß genug ist kann natürlich noch mit Puderzucker abschmecken.

Am Ende hatte ich zuviel Creme übrig weil mir eingefallen ist: Obendrauf muss ja was weißes!
Aber mein Mann ist zum Glück ein dankbarer Abnehmer für solche Reste zum Schlecken :)

Den Trick mit der Torte wollt ihr noch wissen?
Ganz einfach, ein schlichter Luftballonstab!

Wenn ihr genau sehen wollt, wie es funktioniert, dann schaut euch einfach HIER das Video dazu an.

Da ich in der Torte eine dunkle Creme hatte, habe ich mir als Frosting noch eine Amerikanische Buttercreme gemacht. Anschließend wurden Babykekse darauf verteilt, der Fondant zum Milchstrahl geformt, die Milchtüte aufgesetzt und ein Löffel in der Torte versenkt.


Ach ja, die Torte war bereits am Nachmittag komplett verschwunden und mein Bub hat sich mit Freude die Babykekse stibitzt. Natürlich durfte er auch von der Torte selbst probieren. Wir haben sein „Mam mam mam“ Gejauchze und das Gedeute auf die Torte auf Papas Teller so gedeutet, dass sie ihm wohl geschmeckt haben muss.

Tja...
Das war es auch schon von mir. (Schon ist gut, jetzt ist es doch etwas länger geworden...)

Ihr dürft euch natürlich gerne meine anderen Werke anschauen, ob essbar oder nicht findet ihr sie alle hier: http://hahndmade.blogspot.de/

Und damit sage ich DANKE Maria für die liebe Möglichkeit Teil deiner wunderbaren Blogwelt sein zu dürfen und winke einmal in die Runde!
_____

Liebe Sabine, vielen Dank für diesen tollen Beitrag und die lieben Worte! Ich bin begeistert von deiner Torte.

Ich wünsche dir Sabine und euch Lesern noch eine wunderbare Woche!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Mach doch mal was Leckeres ;-)

Kommentare:

  1. Dieser Kuchen sieht unfassbar großartig aus!!! Vielen Dank für dieses tolle Rezept, ich bin schwer begeistert!

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  2. Wow! Als ich das Bild gesehen habe war ich erst einmal völlig verwirrt! Ich habe sowas noch nie gesehen! Ich bin hin und weg und restlos begeistert - wirklich ganz großes Kino! :-)
    Viele herzliche Grüße
    Mia von Kleiner Freitag

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  3. Total cool mit dem Milchstrahl und der essbaren Schüssel!

    Liebe Grüße
    Razi

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  4. WOW!!! Ich finds einfach nur hammer genial!!! Hab mir auch gerade das Video angesehen!! Super gut das werde ich vielleicht auch mal versuchen :) Danke

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  5. Die Gastbeiträge sind immer wieder klasse und das Video ist einfach nur spitze, doch auch der Kuchen sieht sehr gut und lecker aus. Super Rezept muss auf jeden Fall einmal nach gebacken werden.

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Viele Grüße,
Maria