Mittwoch, 30. Januar 2013

Die Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens - Gedeckter Apfelkuchen mit Haselnusssahne

Eigentlich wollte ich euch heute ein leckeres Rezept für eine heiße Schokolade präsentieren, die euch an den kalten Tagen des Winters richtig aufwärmt und eure Seele streichelt. Eigentlich! 


Denn kaum hat der Winter richtig zugeschlagen und Schnee ohne Ende vom Himmel geschickt, sind die Temperaturen in den letzten Tagen schon wieder so angestiegen, dass man gar keinen Kakao mehr braucht.


Natürlich habe ich etwas anderes schönes für euch: einen frisch gebackenen, gedeckten Apfelkuchen mit Haselnusssahne. Ein Hauch Zimt verfeinert diesen Kuchengenuss.

Zimt und Äpfel gehören für mich einfach immer zusammen. Nicht nur zu Weihnachten ist Zimt für mich ein Muss. Ich esse Zimt einfach immer gern. So muss auch im Sommer etwas Zimt in den Apfelkuchen.

 Gedeckter Apfelkuchen mit Haselnusssahne
(für eine 20er Form)

Für den Teig:
250g Mehl
2El Puderzucker
125g Butter
1 Ei
 etwas gemahlene Vanille
eine Prise Salz
 
Für die Füllung:
50g gemahlene Mandeln
3 Äpfel
1El Paniermehl
1El Mehl
50g Zucker
1/2 Tl Zimt
 
Für die Haselnusssahne:
200g Sahne
1Pck. Sahnefest
1El Haselnusssirup
 
Für den Teig aus Mehl, Puderzucker, Butter, Ei, Vanille und dem Salz einen Mürbeteig herstellen und diesen 30 Minuten im Kühlschrank kalt stellen. 
Nach der Kühlung 2/3 des Teiges ausrollen und in eine gefettete Springform (Durchmesser 20cm) legen. Der Rand soll hier mit ausgelegt werden.
 
Für die Füllung die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Die Äpfel in eine Schüssel geben und mit Mehl, Mandeln, Zimt und Zucker mischen. Auf den Teigboden das Paniermehl gleichmäßig verteilen und die Apfelfüllung darauf geben. Nun den restlichen Teig ausrollen und auf die Apfelfüllung legen. Dabei die Teigränder gut andrücken.

Den Kuchen im Ofen bei 175°C Ober-/Unterhitze etwa 45 Minuten backen. Den Kuchen nach dem backen auskühlen lassen und aus der Form lösen.

Für die Haselnusssahne die Sahne mit dem Sahnefest in einer Schüssel steif schlagen und anschließend den Haselnusssirup unterheben. Wer es etwas süßer möchte, gibt einfach etwas mehr Sirup hinzu.

Den Apfelkuchen gemeinsam mit etwas Haselnusssahne servieren.


Ich wünsche guten Appetit und noch eine wunderbare Woche für euch!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:


Die Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens ;-)

Sonntag, 27. Januar 2013

Die neue Lecker Bakery - wer backt mit?

Ich denke ich war nicht die einzige, die am Freitag voller Vorfreude in einen Zeitschriftenladen gestürmt ist um sich die neueste Ausgabe der LECKER Bakery zu sichern. Am Freitag war es nämlich nach langem warten wieder so weit und die 3. Ausgabe der LECKER Bakery kam in die Läden.

Die LECKER Bakery ist ein wahnsinnig tolles Magazin, was durch eine tolle Gestaltung, wunderbare Bilder und köstliche Rezepte besticht. Die LECKER hat es geschafft Backen als etwas Modernes, Junges darzustellen, denn schon lange liegt Backen einfach im Trend und ist bei Jedermann beliebt. Eigentlich sollte die LECKER Bakery letztes Jahr eine einmalige Ausgabe sein, aber nachdem die Resonanz so riesig war, hat sich LECKER dazu entschieden weitere Magazine zu produzieren und das war definitiv die richtige Entscheidung! Ich kenne keine Zeitschrift die so heiß erwartet wird.


Mein Plan sah folgendermaßen aus: Schnell in den Zeitschriftenladen stürmen, die Zeitschrift schnappen und kurz durchblättern um schon im Laden ein Rezept zu finden, was ich nachbacken möchte. Danach wollte ich nämlich gleich noch etwas einkaufen und da wollte ich (falls ich etwas zum Backen nicht im Haus haben sollte, was natürlich fast unmöglich ist) gleich alles für das Rezept mitnehmen. 


Das war aber alles nicht so einfach wie gedacht. Ich stehe im Zeitschriftenladen mit der Zeitung in der Hand und in meinem Kopf spielte sich folgendes Szenario ab: "Oh Apfelkuchen, der sieht klasse aus...da brauche ich noch Äpfel...Birnenkuchen mit Cranberry und Amarettini? Klingt auch toll...Amarettini und Cranberrys müsste ich haben, da bräuchte ich also noch Birnen. Mohn-Marzipan-Kuchen mit Baiser...mhm köstlich. Mohn habe ich, aber Marzipan müsste ich noch kaufen...Karamell-Apfel-Käsekuchen? Hach wie soll man sich da entscheiden..."


Da ich nicht fähig war mich zu entscheiden habe ich einfach Äpfel, Birnen, Marzipan und Quark gekauft um mich zu Hause in Ruhe entscheiden zu können ;-)
Nachmittags habe ich mir dann die LECKER Bakery gaaaanz in Ruhe angeschaut und das blättern regelrecht genossen und mich schließlich für den Mohn-Marzipan-Kuchen mit Baiserhaube entschieden. Ich habe allerdings nur die Hälfte des Rezepts zubereitet und das nicht in einer Springform sondern in so einer länglichen Tarteform.


Der Mohnkuchen ist wirklich super lecker gewesen und diese dünne Marzipanschicht am Boden war einfach die Krönung!

Mohn-Marzipan-Kuchen mit Baiserhaube
(Originalrezept LECKER Bakery
für eine 26er Springform)

Für den Teig:
150g kalte Butter
250g Mehl
1/2 Pck. Backpulver
130g Zucker
1 Ei

Für die Füllung:
200g Marzipanrohmasse
300g Mohn
500ml+100ml Milch
100g Butter
100g Zucker
35g Gries
45g Speisestärke
1 Ei

Für den Baiser:
3 frische Eiweiß
200g Puderzucker

Küchenbrenner

Eine runde Springform fetten und mit Mehl ausstäuben, kalt stellen.

Für den Teig Mehl mit Backpulver mischen. Zucker, Ei und die kalte Butter in Stücken zugeben. Mit den Händen alles kurz zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und die vorbereitete Springform mit dem Teig auslegen. Dabei einen 4-5cm hohen Rand formen und andrücken. Die Springform etwa 1h kalt stellen.

Für die Füllung Marzipan in Scheiben schneiden und jeweils flach drücken. Die Marzipanstücke auf den gekühlten Teigboden legen und die Form erneut kalt stellen.
Inzwischen Mohn, 500ml Milch, Butter in Stücken, Zucker und Gries in einem Topf unter rühren erhitzen. Stärke mit 100ml Milch glatt rühren und in die heiße Mohnmilch rühren. Weitere 3-5 Minuten unter Rühren erhitzen, bis die Masse ganz leicht sämig ist. Dann vom Herd nehmen und ein Ei zügig unter die Masse rühren. 

Den Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorzeizen. Die Mohnmasse in die Springform füllen und im heißen Ofen etwa 1h backen. Herausnehmen und auskühlen lassen.

Für den Baiser Eiweiß und Puderzucker mit den Schneebesen des Rührgeräts erst bei niedriger Stufe glatt rühren, dann bei höchster Stufe ca. 10 Minuten zu einer festen Masse schlagen. Mohnkuchen aus der Form lösen und auf eine Tortenplatte setzen. Eischneemasse locker auf den Kuchen verteilen und mit einem Küchengasbrenner abflämmen.


Bemerkungen: Ich habe Blaumohn benutzt, den ich vorher nochmal kurz in einer Kaffeemühle etwas gemahlen habe. Außerdem habe ich in die Mohnmasse ein paar Rosinen gegeben. Das nächste Mal würde ich die Baisermasse weg lassen und ein Mürbteiggitter auf den Kuchen machen, da ich es fast ein bisschen zu süß fand.


Macht mit! Wir sammeln gemeinsam Rezepte!

Wie hat euch die LECKER Bakery gefallen? Ihr habt sicher auch schon etwas daraus gebacken oder habt es vor, oder? Ich würde gern gemeinsam mit euch Rezepte sammeln. Vielleicht schaffen wir es sogar alle Rezepte aus der LECKER Bakery nachzubacken? Ich würde mich freuen! 

Wie kann man mitmachen?

Schickt mir einfach bis zum Donnerstag den 14.02.2013 einen Link zu eurem Blogbeitrag indem ihr etwas aus der LECKER Bakery gebacken habt, oder schickt mir ein Bild von eurem Ergebnis per Mail an kuechengefluester@gmx.de
Ich werde anschließend eine Zusammenfassung aller Rezepte veröffentlichen.
Ich bin schon ganz gespannt, welche Rezepte ihr nachbacken werdet und freue mich über eure Teilnahme!

Ich wünsche euch noch ein tolles Wochenende!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Ich bin dann mal kurz in der Küche ;-)
 

Mittwoch, 23. Januar 2013

Die LISA Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens: Crème Brûlée mit Zimtkruste

Crème Brûlée ist meiner Meinung nach eine der Königinnen der Desserts. Die zarte Vanillecreme wird mit einer knusprigen Karamellschicht veredelt, sodass jeder sofort schwach wird. Viele scheuen den Aufwand und halten Crème Brûlée für ein schwierig herzustellendes Dessert, doch das ist ein Irrglaube. Mit etwas Geschick, Gefühl und Geduld kann jeder so eine himmlische Creme zaubern.


Crème Brûlée ist in Deutschland mittlerweile ein sehr beliebtes Dessert. Diese Süßspeise fand ihre erste Erwähnung 1691 in einem französischen Kochbuch. Zu Deutsch bedeutet Crème Brûlée >gebrannte Creme<, denn der Klassiker zeichnet sich durch durch die zarte Karamellkruste aus, die durch das Flambieren von braunem Zucker entsteht.
Normalerweise landen verbrannte Desserts sofort in den Müll, doch diese Crème, kommt ohne die knusprige Kruste nicht aus.



Diese Crème Brûlée habe ich mit einer Zimtkruste zubereitet. Dazu habe ich anstatt herkömmlichen Zucker einfach Zimtzucker auf die gestockte Crème gestreut und karamellisieren lassen. Außerdem habe ich noch etwas Orangenschale in die Milch für die Crème gegeben, so bekommt sie ein noch feineres Aroma. Wenn man dazu noch ein paar frische Orangenfilets serviert, dann ist der Genuss einfach perfekt.

Crème Brûlée mit Zimtkruste
(für 2 Portionen)

140ml Milch
140ml Sahne
 1/2 Vanilleschote
etwas unbehandelte Orangenschale

3 Eigelb
30g Zucker

2Tl Zimtzucker
Creme Brûleé Brenner

Milch und Sahne in einen Topf geben. Die Vanilleschote auskratzen und sammt Vanillemark in den Topf. Etwas Orangenschale mit einem Sparschäler von einer unbehandelten Orange schneiden und hinzufügen und die Milch-Sahne-Mischung langsam aufkochen lassen. Ist die Milch einmal aufgekocht den Herd abschalten und die Milch noch 10 Minuten ziehen lassen.
Den Backofen auf 150°C vorheizen. 
 
Anschließend 3 Eigelb und 30g Zucker gut verquirlen. Die Orangenschale und die Vanilleschote der Milch entnehmen.
Unter rühren die heiße Milch-Sahne-Mischung zu den verschlagenen Eigelben geben. Alles durch ein feines Sieb in ofenfeste Förmchen gießen.
 
Die Ofenförmchen in ein tiefes Blech oder eine große Auflaufform stellen und soviel kochendes Wasser angießen, das die Förmchen zu zwei Dritteln im Wasser stehen.
 
Die Creme Brûleé muss nun etwa 45 Minuten im Ofen stocken. 
Nach dem "backen" die Creme Brûleé abkühlen lassen und für einige Stunden im Kühlschrank durchkühlen lassen. Kurz vor dem Servieren mit je einem Tl Zimtzucker bestreuen und mit einem Brenner karamellisieren.
 
Dazu am besten frisch filetierte Orangenstücke reichen. 
 
 
Schon vor einer ganzen Weile habe ich mir zur Herstellung von Crème Brûlée dieses Set aus einem Buch und einem Crème Brûlée Brenner gekauft. Schon oft habe ich den Brenner benutzt und werde immer wieder gefragt: Und ist der Brenner gut? Funktioniert er noch? Ja! Ich habe ihn nun seit einem guten dreiviertel Jahr in Gebrauch und er ist wie neu und funktioniert wunderbar. Ich hatte vorher ein sehr günstigen Brenner (für etwa 6€) der schon nach wenigen Malen den Geist aufgab. Dieser Brenner von Bassermann ist dagegen wirklich super! 
 
Ich wünsche euch noch eine wunderbare Woche. Vielleicht übersteht ihr diese kalten Tage ja auch mit einer lauwarmen Crème Brûlée, denn noch lauwarm und mit Zucker karamellisiert schmeckt sie auch einfach hervorragend!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Ich bin dann mal kurz in der Küche ;-)

 

Sonntag, 20. Januar 2013

So kann man es sich gut gehen lassen

Zu Weihnachten habe ich einen Gutschein von Gourmetage von meinem Liebsten geschenkt bekommen. Gourmetage ist so ein kleiner Feinkostladen hier bei uns in Halle. Letztes Wochenende waren wir zusammen in der Stadt um ein Teil des Gutscheines einzulösen und uns einen schönen Abend zu machen.

Vor einer Weile haben wir ja unsere Käseleidenschaft entdeckt und seitdem probieren wir uns durch das Sortiment. Unsere bisherigen Favoriten sind der schweizer Appenzeller, österreichischer Bergkäse und die feinen Röschen des Tete de Moine (für die ich mir jetzt auch den passenden Hobel organisiert habe). Wir probieren aber auch immer gerne neue Käsesorten. Leider bekommt man in großen Supermärkten oft nur wenig Auskunft über die Käsesorten. Manchmal haben die Käsebedienungen (sagt man das so?) keine Zeit oder Lust zu einer ausführlichen Beratung und schauen einen betreten an, wenn man nach einer Käseempfehlung fragt. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber oft habe ich es so erlebt.

Also habe ich mich im Internet selber ein bisschen auf die Suchen nach Empfehlungen gemacht um für den nächsten Käseeinkauf gewappnet zu sein.


Bei Gourmetage haben wir dann etwas Käse, Salami und ein frisches Steinofenbaguette gekauft. Außerdem habe ich mir eine Balsamicocreme mit Kakao mitgenommen.

An der Käsetheke haben wir uns für einen jungen Comté entschieden. Das ist ein französischer Hartkäse der ähnlich wie Appenzeller einen schönen würzigen Geschmack hat. Der Comté hat uns sehr gut geschmeckt.
Außerdem habe ich ein kleines Stück Morbier gekauft. Das ist ein cremiger, halbfester Schnittkäse der mit einer Ascheschicht durchzogen ist. Mein Liebster schaute kritisch, aber diesen Tipp habe ich von einer Leserin (Vielen Dank dafür!) bekommen und wollte ihn gerne einmal probieren. Den Morbier fanden wir dann auch sehr gut.


Wir haben auch zwei verschiedene Sorten Salami mitgenommen. Ein Stück Wildsalami, die aus 80% Wildschwein bestand. Sehr sehr lecker! Außerdem haben wir etwas Trüffelsalami mitgenommen, die uns nicht besonders umgehauen hat. Was ist das eigentlich mit diesem Trüffel? Ich habe es schon in Käse, Pasta, Soße und jetzt auch in Salami gegessen, aber ich habe das Gefühl das Trüffel einfach nur muffig schmeckt, oder? Ich bin wahrscheinlich zu wenig Gourmet um diesen feinen Geschmack genießen zu können. Genauso ist es mit Kaviar oder Champagner. Ich glaube manchmal die Menschen mögen das nur, weil es teuer ist. Ich kann nichts daran finden. Aber das ist sicher Geschmackssache.


Abends haben wir uns die Einkäufe mit ein paar Träubchen und etwas Wein dann schmecken lassen. Ich habe auch einen Saint Albray (wisst ihr aus der Werbung mit dem lustigen Franzosen?) gekauft. Der Käse hat mich aber enthäuscht. Da habe ich mich falsch von der Werbung leiten lassen. Der Saint Albray war relativ geschmacklos und hat sehr fettig bzw. buttrig geschmeckt. Den kaufe ich nicht nochmal.

Ich habe mich auch mal online nach Käse umgeschaut, weil ich zu meinem Geburtstag einen französischen Abend machen möchte und da eine Käseplatte reichen möchte. Ich bin auf den Käseversand Hemmen gestoßen und habe diese leckere französische Käseplatte entdeckt, die ich uns sicher gönnen werde.

Habt ihr denn schonmal Käse online bestellt? Ich denke im Winter sollte das kein Problem sein. Ich bin gespannt!
Was ist denn euer Lieblingskäse oder welchen könnt ihr denn empfehlen?

Und noch eine Frage in eigener Sache: Ist es denn für euch interessant auch einmal (wie in diesem Post) über Lebensmittel wie z.B. Käse zu lesen? Ich rede unglaublich gerne über Essen (wie wahrscheinlich jeder Foodblogger) und da ist natürlich die Frage, ob ihr das auch gerne lest!

Ich wünsche euch noch ein tolles Restwochenende.

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:


Ich bin dann mal kurz in der Küche ;-)

Freitag, 18. Januar 2013

Die Bardame empfiehlt...

Ich schlürfe ja hin und wieder wirklich gerne mal einen Cocktail - komme aber viel zu selten dazu. In einer Cocktailbar findet man mich auch eher selten. Wir gehen lieber irgendwo etwas leckeres Essen und zum Essen passt einfach kein Cocktail.

Genauso gern wie ich Cocktails trinke, mixe ich sie auch. Mittlerweile hat sich bei mir eine beachtliche Auswahl an Spirituosen angesammelt, sodass ich gut für jeden Cocktailabend gewappnet bin. Dadurch das ich für das Backen und für die Geschenke aus der Küche (z.B. Liköre oder Pralinen) oft mal Rum, Wodka oder Whisky brauche, habe ich viele Sorten im Schrank.




Zu Weihnachen habe ich dann (mein gewünschtes ;-)) Cocktailbuch vom Weihnachtsmann bekommen. Schon lange habe ich mir eins gewünscht. Der Weihnachtsmann hatte einen guten Geschmack und hat mir das Buch von GU "Cocktails" unter den Weihnachtsbaum gelegt. Das Buch enthält wirklich alle Standartrezepte und auch ein paar neue Kreationen. Zu Beginn des Buches findet man außerdem auch noch viele Informationen zu den verschiedenen Spirituosen, zum Zubehör und dem Cocktail mixen.

Zu Silvester war es dann so weit und ich konnte mein neues Buch austesten und auch meinen nagelneuen Artisan Blender von Kitchen Aid, der schon seit einer Weile in meiner neuen Küche steht und natürlich hervorragend zum mixen geeignet ist.
Den Kitchen Aid Artisan Blender habe ich von Kitchen Aid (bzw. der Werbeagentur Blume-PR) zum testen zur Verfügung gestellt bekommen.

Was zunächst an dem Gerät auffällt ist, dass der Blender unglaublich schwer (vorallem der Motor) und unglaublich robust ist. Wenn euch also mal ein Einbrecher überrascht, dann greift nicht zum Küchenmesser, sondern zum Blender. Der Mixbehälter ist aus robustem Glas gefertigt. Mich würde interessieren, ob der Glasbehälter einen Sturz überstehen würde, getestet habe ich das aber natürlich nicht. Ich vermute aber das der Boden durch so einen Sturz mehr beschädigt wird, als der Glasbehälter.

Die Knöpfe finde ich am Gerät sehr gut gemacht. Sie sind extra so gearbeitet, dass keine Flüssigkeit eintreten kann, da man bei einem Mixer natürlich auch mit Flüssigkeiten hantiert.


Zu Silvester gab es nun also bei mir leckere Cocktails. Tage davor war ich schon fleißig am Eiswürfel produzieren. Da wir eine offene Küche haben, konnte ich mir auf der Arbeitsfläche eine schöne Cocktailecke einrichten um die Drinks später vor den Augen meiner Gäste zuzubereiten. Limetten, Zitronen, frisch gepresster Orangensaft, Säfte, Alkohole, Gläser und Co. standen bereit.
Wichtig für Cocktails ist natürlich neben Säften und Spirituosen auch Crushed Ice. Ich hatte ein paar Bedenken ob der Blender das wirklich schafft Crushed Ice zu produzieren, aber da ich keine Alternative hatte, habe ich mich darauf verlassen. 

Und hats geklappt?

Ja und wie. Ich habe mich fast erschrocken vor der riesigen Kraft, die dieser Blender hat. Binnen Sekunden (maximal 10 Sekunden) hatte er das Eis klein gemacht. WOW. Anschließend habe ich gleich die restlichen Cocktaizutaten in den Blender gegeben und mit der "Shake"-Taste alles einmal durchgemischt. Das hat wirklich wunderbar geklappt. Allerdings muss man während des Zerkleinerns immer den Deckel des Glasaufsatzes festhalten. Der Deckel hat nämlich keinen richtigen Sicherheitsmechanismus und könnte also auch bei der Power und viel Eis einfach mal abspringen. Das finde ich nicht so schön, das geht sicher auch besser. Das Gerät ist außerdem auch (wie erwartet) sehr laut, dafür braucht es aber wirklich nur Sekunden um etwas klein zu machen von daher ist der Geräuschpegel erträglich.

Alles in Allem ist der Blender wirklich ein super robustes, schönes Gerät. Ich verwende bzw. werde ihn aber nur für Cocktails, Smoohies und im Sommer für die Marmeladen- und Tomatensoßenpoduktion nutzen und weiß nicht, ob ich mir nur für diese Einsatzgebiete so eine Maschine kaufen würde. Ich freue mich aber sehr ihn zu haben und bin schon gespannt, wie er im Juni die frischen Erdbeeren für die Marmelade zerfetzen wird. Das ist nämlich mit dem Stabmixer immer eine große Sauerrei.

Die Reinigung geht übrigens auch ganz einfach. Der Mixaufsatz darf zwar in die Spülmaschine, ist aber meiner Meinung nach unnötig. Man kann den Aufsatz einfach auseinanderbauen und schnell ausspülen. 

Alle Infos zum Blender gibt es auch HIER oder HIER nochmal.


Neben verschiedenen Cocktails gab es auch einen B52. Den bereitet man ganz einfach aus Kaffeelikör (z.B.Kahlua), einem Cremelikör (z.B. Baileys) und etwas entzündlichem (z.B. braunen Rum 54%) zu. Zuerst den Kaffeelikör und dann den Cremeikör eingießen. Diese beiden Schichten trennen sich von alleine, da der Kaffeelikör schwerer ist. Dann mit Hilfe eines Löffels vorsichtig etwas Rum als dritte Schicht aufgießen. Mit einem Feuerzeug dann den Rum entzünden. Ein toller Effekt, oder?


Was ist denn euer Lieblingscocktail? Ich bin ja ein großer Freund von Mojito - schön herb und erfrischend. Aber auch ein cremiger Cocktail darf es gerne einmal sein.
Habt ih denn Interesse an mehr Cocktailrezepten? Dann würde ich versuchen das nächste Mal auch Bilder zu machen. 


Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende und einen schönen Freitagabend (vielleicht in einer Cocktailbar?)!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Ich bin dann mal kurz hinter der Cocktailbar ;-) 

Mittwoch, 16. Januar 2013

Die LISA Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens: Heidelbeer Fladenkuchen

Die besten Rezepte sind einfach und wandelbar. So ein Rezept habe ich letzte Woche mal wieder entdeckt. Es handelt sich hier um einen Fladen aus einem einfachen Quark-Öl-Teig, den man mit frischen Früchten, einem Guss aus Creme-Fraiche und leckeren Streuseln.

Diesen schnellen, leckeren Fladen kann man nahezu mit allen Früchten zubereiten. Versucht es doch einmal mit frischen Apfelscheiben, Himbeeren, Kirschen, Aprikosen, oder Birnen. Fast alles ist möglich, außer Zitrusfrüchte oder Banane. Diese sind nicht so gut geeignet.


Die Rezeptidee habe ich aus dem Dr. Oetker Buch "1000 Rezepte blitzschnell". Im Buch findet man wunderbare Kochrezepte für den Alltag und ich habe schon viel daraus nachgekocht. Als ich dort das Rezept für den "Streusel-Fladenkuchen mit Kirschen" entdeckt habe, war es um mich geschehen. Das Rezept ließ sich einfach abwandeln und schnell zubereiten.


Das Rezept in abgewandelter Form gibt es von mir:

Heidelbeer-Fladenkuchen
(für etwa 12 Stücke)

Für die Streusel:
150g Mehl
75g braunen Zucker
1Msp. Zimt
100g weiche Butter

Für den Quark-Öl-Teig:
225g Mehl
3Tl Backpulver
125g Magerquark
50g Zucker
50ml Milch
50ml Speiseöl (z.B. Rapsöl)

Für den Belag:
300g TK Heidelbeeren
150g Creme Fraiche
1 Ei
30g Zucker
1El Speisestärke

Für die Streusel alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und gut verkneten, sodass eon brösliger Teig entstanden ist. Die Streusel beiseite stellen.

Für den Quark-Öl-Teig Mehl und Backpulver in eine Schüssel geben und vermischen. Die restlichen Zutaten hinzufügen und mit einem Handrührgerät alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten. Anschließend den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmal gut durchkneten.
Ein Blech mit einem Backpapier auslegen und den Teif auf dem Blech zu einem ovalen Fladen (etwa 30x40cm) ausrollen.

Für den Belag die TK Heidelbeeren auf dem Fladen verteilen. Die Creme Fraiche mit dem Ei, Zucker und Speisestärke verquirlen und auf den Heidelbeeren verteilen. Nun die Streusel gleichmäßig auf dem Fladen verteilen.

Den Fladen bei 200°C (Ober-/Unterhitze) etwa 30-35 Minuten backen. Den Fladen mit Puderzucker oder einem Zitronenguss servieren.

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Es ist ein einfaches, wunderbares Rezept. Der Fladen ist sehr saftig und schmeckt frisch am besten. Vielleicht kann ich mit diesem Anblick ja den Frühling schonmal hervorrufen?

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Ich bin dann mal kurz in der Küche ;-)


Montag, 14. Januar 2013

Lust auf Sushi?

Seid ihr auch Sushi-Liebhaber? Ich finde diese kleinen Röllchen einfach köstlich, komme aber viel zu selten dazu es zu essen. Mein Liebster findet Sushi nämlich gar nicht so köstlich und deshalb muss ich immer ohne ihn Sushi essen gehen und das kommt nicht so oft vor. 

Schon lange träume ich davon endlich Sushi selber zu machen, aber es scheiterte immer an der Gelegenheit und den Zutaten. Nun war ich vor ein paar Wochen bei Björn von Herzfutter hängen geblieben und habe den Shop Reishunger entdeckt und mich von Björn verführen lassen. Nun stöberte ich eine Weile im Shop und packte meinen Warenkorb voll (das mache ich immer, wenn ich einen tollen neuen Shop entdecke), dann habe ich die Idee dort zu bestellen aber wieder verworfen. Tage später habe ich dann doch bestellt (Frau kann sich eben nie entscheiden) und es wanderte unter anderem dieses Sushi-Set in mein Paket.

Nun fehlte nur noch der Anlass, also habe ich ein paar liebe Freunde zum Asiatischen Abend eingeladen.


Neben Sushi habe ich auch eine asiatische Nudelpfanne (nach dem Rezept meiner Schwägerin), Frühlingsrollen, ein Thai Curry mit Hühnchen und Reis vorbereitet. Als Nachspeise gab es ein Kokosmousse (das ich mit Hilfe von Dr. Oetker zubereitet habe HIER) mit einer selbstgemachten Mangosauce. Einen Glückskeks gab es natürlich auch noch dazu ;-)


Die Zubereitung des Sushi war viel einfacher als gedacht. Bei dem Sushi Set war ein gut beschriebenes Rezept dabei und so war das Reis kochen gar kein Problem. Beim Füllen und Rollen hat sich dann mein Liebster (der ja sonst gar kein Sushi mag) plötzlich zu einem wahren Sushi-Meister entpuppt. Er hat die Algenblätter bestückt und perfekt gerollt und ich musste ihm nur noch assistieren. Ich selber habe es auch probiert, aber nicht so gut hinbekommen.

Gefüllt haben wir das Sushi einmal mit Räucherlachs, Wasabifrischkäse, Salatgurke und mit Hähnchenbrust, Wasabifrischkäse und Avocado. Beide Varianten haben super lecker geschmeckt und auch mein Liebster, der sonst kein Sushi mag hat es sich schmecken lassen. Die Füllungen schmecken also durchaus auch Jemandem, der von Sushi abgeneigt ist.

Hier für euch natürlich das Rezept (das Grundrezept ist von Reishunger):

 Sushi Grundrezept
(für etwa 7 Rollen, also 40 Maki)
400g Sushi-Reis
7 Blätter Sushi Nori
6 EL Reisessig
2 EL Zucker
2Tl Salz 

400g Sushi Reis zwei bis vier Mal durchwaschen und den gewaschenen Reis in einen Kochtopf geben. Soviel Wasser in den Kochtopf gießen, bis es ca. 1,5cm über dem Reis steht. Herdplatte auf höchste Stufe stellen und Wasser zum Kochen bringen. Wenn das Wasser kocht, den Herd auf schwache Stufe stellen und bei geschlossenem Deckel ca. 15 Minuten kochen lassen. Nach 15 Minuten den Kochtopf vom Herd nehmen und den Reis bei geschlossenem Deckel 5 Minuten ziehen lassen.
In der Zwischenzeit 3EL Reisessig, 1EL Zucker und 1TL Salz in einem kleinen Schälchen verrühren. Den Reis in eine große Schüssel geben und die Reisessigmischung mit einem großen Löffel durch den Reis ziehen. Zum Abschluss den Reis auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Den abgekühlten Reis gleichmäßig auf einem Nori Blatt verteilen, eine beliebige Sushi Füllung im unteren Drittel auf die gesamte Länge des Blattes verteilen und alles zu einer straffen Rolle rollen.

Maki mit Wasabifrischkäse, Räucherlachs
und Salatgurke

Räucherlachs, in Streifen geschnitten
Salatgurke, in Stifte geschnitten
Frischkäse
Wasabipaste
Ein Nori auf eine Matte legen. Etwas von dem Reis nehmen und so auf den gesamten Nori verteilen, dass eine 5mm dicke Schicht entsteht – nur oben etwa 1-2cm frei lassen. Frischkäse und Wasabi vermischen und etwas davon auf den Reis streichen. Im unteren Drittel auf der ganzen Länge Räucherlachs und Salatgurke belegen. Jetzt rollt man die Matte Stück für Stück zusammen, wobei mit den Fingern immer wieder nachgegriffen und die Rolle ordentlich zusammengepresst werden muss. Am Ende die Sushi-Rolle in gleichgroße Stücke schneiden.

Maki mit Hühnerbrust, Wasabifrischkäse
und Avocado

eine Hähnchenbrust, in etwas Öl gebraten
und in Streifen geschnitten
Frischkäse
Wasabipaste
Avocado, in Spalten geschnitten

Ein Nori auf eine Matte legen. Etwas von dem Reis nehmen und so auf den gesamten Nori verteilen, dass eine 5mm dicke Schicht entsteht – nur oben etwa 1-2cm frei lassen. Frischkäse und Wasabi vermischen und etwas davon auf den Reis streichen. Im unteren Drittel auf der ganzen Länge Hähnchenbrust und Avocado belegen. Jetzt rollt man die Matte Stück für Stück zusammen, wobei mit den Fingern immer wieder nachgegriffen und die Rolle ordentlich zusammengepresst werden muss. Am Ende die Sushi-Rolle in gleichgroße Stücke schneiden.
 

Servieren tut man das Sushi klassisch mit eingelegtem Ingwer, Wasabi und Sojasoße. Bei uns gibt es jetzt öfter mal Sushi, da es auch selbstgemacht super lecker schmeckt und natürlich auch um einiges billiger ist als gekauftes. Sushizutaten bekommt man übrigens auch in vielen Asia Läden.

Habt ihr auch schonmal Sushi gemacht. Welche Füllungen könnt ihr denn empfehlen?

Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in diese Woche.

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Ich bin dann mal kurz in der Küche ;-)


Donnerstag, 10. Januar 2013

Carlos Lischetti. Carlos Lischetti? Carlos Lischetti!

Kennt ihr das: Ihr seht etwas und müsst es unbedingt sofort in dieser Minute haben? Meistens sind das die Dinge auf die man am längsten warten muss. So erging es mir mit dem Buch von Carlos Lischetti.

Carlos Lischetti ist ein unglaublich begabter Zuckerkünstler. Er modeliert Figuren (wie meiner Meinung nach) kein anderer. HIER seht ihr einige seiner Werke und auch auf seinem Blog kann man ihm folgen. "Kennengelernt" habe ich den jungen Mann durch die Cakes&Sugarcraft Magazine, die ich mir ab und zu bestelle. Dort findet man ab und an eine Anleiung von Carlos zum Modelieren von Figuren. Mich haben seine Werke immer wahnsinnig gefallen und auch die Anleitungen fand ich (trotz englischer Sprache) durch gut gewählte Step-by-Step Bilder sehr hilfreich und gut verständlich.

Nun habe ich im Herbst durch zufälliges Stöbern bei Torten-Art das neue Buch von Carlos Lischetti "Animation in Sugar" entdeckt. Ich war natürlich sofort hin und weg und MUSSTE es unbedingt haben. Endlich hätte ich die Möglichkeit auch so wunderbare Figuren zu modelieren und Bücher in denen es gute Step-by-Step Anleitungen gibt sind wirklich rar. Nun hatte die ganze Sache einen kleinen Haken: Das Buch war nich lieferbar und der Liefertermin war unbekannt. Kein Problem ich machte mich im Internet auf die Suche nach dem Buch und finde es HIER. Sonst haben die doch auch immer alles. Das Buch gab es, aber auch dort war es nicht lieferbar. Ich packe das Buch also erstmal auf meine Wunschliste und beobachte es. Tage, Wochen...ich sitze vor meiner Wunschliste wie ein Fuchs vorm Hasenbau und warte darauf anzugreifen, doch nichts passiert. Das Buch ist immernoch nicht lieferbar. Und jetzt? Warten.

Nach Weihnachen schaue ich nochmal bei Torten-Art und mein Herz macht einen Satz: Das Buch ist lieferbar. Zwei Tage später kann ich es endlich in den Händen halten. 
Heute möche ich euch das Buch etwas genauer vorstellen, da ich von Euch darum gebeten wurde es so schnell wie möglich zu zeigen und das mache ich doch sehr gerne.


 "Animation in Sugar"
Carlos Lischetti 

Squires Group
21€-32€
Hardcover, 192 Seiten

Der Preis für das Buch ist schwankend. Bei Amazon schwankte der Preis anfangs zwischen 21€ und 23€. Mittlerweile kostet es bei Amazon 32,70€. Bei Torten-Art kostet das Buch konstant 26,95€.

Inhalt

Das Buch startet, wie sich jeder vorstellen kann, erstmal mit den Basics. Es wird erklärt welches Zubehör man benötigt und wie man grundsätzlich mit Fondant umgeht (Einfärben, Ausrollen, Torte eindecken...). Außerdem gibt es einige Rezepte für Kuchen und Buttercremes und auch die Herstellung von Fondant und Modelierpasten und -massen wird beschrieben. 


Nach diesem Einführungsteil folgt das Herzstück des Buches: 14 Modelierprojekte bzw. Torten werden ausführlich gezeigt und beschrieben. Jedes der Projeke beginnt mit einer Skizze von Carlos Lischetti, was ich sehr schön finde. Es gibt dem Buch eine sehr persönliche Note und man bekommt einen Einblick, wie ein Zuckerkünstler seine Torten oder Figuren plant und was letztendlich dabei herauskomm. Auf den folgenden Seiten wird Schritt-für-Schritt ausführlich durch Bilder und eine Beschreibung gezeigt, wie die Figuren entstehen. 


Die Bilder erklären die Entstehung der Figuren wirklich sehr gut, sodass man fast gar nicht in der Anleitung lesen muss. Zur Unterstützung ist die Anleitung natürlich trotzdem sehr hilfreich.


Insgesamt nimmt jedes Projekt etwa 7 Seiten im Buch ein.

Besonders das Projekt "Moulin Rouge" (unten links) hat mich total fasziniert. Mir juckt es schon in den Fingern und ich werde wahrscheinlich in den nächsten Tagen beginnen so eine Dame zu modelieren.


Was natürlich bei Carlos Lischetti beeindruckt sind die unglaublich perfekten Gesichter, die er modeliert. Wie macht er das? Meistens nutzt er einen Mould für die Gesichter. Zu Beginn des Buches wird gezeigt, wie man mit Silikon (es handelt sich um spezielles Silikon, welches auch lebensmittelecht ist, siehe HIER) und einer Barbie so ein Mould selber herstellt. Bei Torten-Art gibt es aber mittlerweile auch die passenden Silikonformen für die Gesichter von Carlos Lischetti HIER und HIER, die ich mir wahrscheinlich auch bald kaufen werde. Wie man diese Moulds dann benutzt wird auch im Buch gezeigt. 

Auch eine Anleitung für ein Brautpaar findet man im Buch. Das finde ich sehr schön. Ich denke viele, die Motivtorten machen und auch öfter mal eine Hochzeitstorte für Freunde anfertigen sind froh über jede Brautpaar-Anleitung die sie finden können.


Am Ende des Buchens findet mal noch ein paar Templates (Vorlagen) z.B. eine Vorlage für das Brautpaar, damit die Größe, die Form und die Proportionen der Körper optimal nacharbeiten kann.

Fazit

Ich bin völlig begeistert vom Buch und finde es wunderschön. Die Projekte sind toll und die Anleitungen zum Herstellen der Figuren sind auch sehr gut gemacht. Ich kann das Buch jedem empfehlen der sich für das Modelieren von Figuren interessiert, allerdings würde ich schon sagen, dass das Buch für Fortgeschrittene ist. Also man solle schon ein paar Mal modeliert haben und den Umgang mit Fondant kennen, damit man einen Nutzen von dem Buch hat. Spaß hat jeder mit dem Buch, denn es ist unglaublich faszinierend Carlos Lischetti beim arbeiten zuzusehen. Ich bin jedenfalls verliebt! 

Es ist zwar nicht so leicht an dieses Buch zu kommen (was natürlich auch wieder zeigt, wie gut das Buch ist!), aber wenn man es endlich hat, ist es eine wirkliche Bereicherung.

Bei Torten-Art ist das Buch zwar mittlerweile auch wieder vergriffen, aber Silvia (die Inhaberin) hat bereits neue Exemplare bestellt, die bald eintreffen werden.

Ich hoffe euch hat die Buchvorstellung gefallen.

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Ich bin dann mal kurz in der Küche ;-)


Mittwoch, 9. Januar 2013

Die Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens: Selbstgemachter Schokoladenpudding

Es gibt bestimmt keine Nachspeise der Welt, die schon so viele Tränen getrocknet hat und so viele Schlecht-Wetter-Tage zu einem Highlight gemacht hat, wie der (lauwarme) Schokoladenpudding.
 Schokoladenpudding legt sich um den Gaumen, wie eine wärmende Decke und erfüllt jedem mit einem wunderbaren Gefühl von "Alles wird gut nach diesem Becher Schokoladenpudding". Wir sprechen hier von Soulfood par excellence.


An einen wunderbaren Schokoladenpudding zu kommen ist doch gar nicht so schwer, oder? 

Man geht einfach in den Supermarkt ins Kühlregal... Stopp Stopp Stopp - dann ist der Pudding doch nicht köstlich lauwarm! Und an einem verregneten Sonntag Nachmittag hat auch der Supermarkt nicht geöffnet.

Zweiter Versuch: Man geht ans Backregal, entnimmt ein Tütchen Schokoladenpudding und rührt es in heiße Milch... Stooooop Ttttütchen??? In so einem Tütchen ist doch keine Schokolade, sondern nur Pulver und ich möchte doch SCHOKOLADENpudding.

Der letzte Versucht: Ich hole ein köstliches Stück Schokolade aus dem Schrank (was ich selbstverständlich immer im Haus habe) und gemeinsam mit Sahne, Milch und Zucker verschmelzen die Zutaten zu einem gottesgleichen Schokoladenpudding der mit sofortiger Wirkung jede schlechte Laune vertreibt. Hört sich das gut an? Na dann hier also das Rezept:

Selbstgemachter Schokoladenpudding
(für 4 Portionen)

250ml Sahne
250ml Milch
150g Zartbitterschokolade
3El Zucker
1El Vanillezucker
35g Speisestärke
1El Kakaopulver (Backkakao, ungesüßt)

Sahne und die Hälfte der Milch in einen Topf geben und erhitzen. Die Schokolade grob hacken oder zerbrechen und in den Topf geben und so lange mit einem Schneebesen verrühren, bis die Schokolade komplett geschmolzen ist.

In einer kleinen Schüssel Zucker, Vanillezucker, Speisestärke und den Kakao mischen und mit der restlichen Milch verrühren. Die Mischung zügig in die heiße Schokoladenmilch rühren und den Pudding 1-2 Minuten unter rühren köcheln lassen, bis er andickt. 

Den Pudding kann man nun sofort in 4 Tässchen abfüllen und noch warm genießen. Die Geduldigen unter uns können ihn natürlich auch abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren.


Das was wir im deutschen Sprachraum als Pudding bezeichnen ist eigentlich eher eine Dessertcreme, denn das Wort Pudding kommt eigentlich aus dem englischen Sprachraum und bezeichnet hier eine Speise die im Wasserbad gegart wird und eher an einen gedämpften Kloß erinnert. 

Trotz der sprachlichen Unklarheiten war diese Dessert-Mehl-Pudding-Creme einfach köstlich und ist nur zu empfehlen.

Ich wünsche euch noch eine wunderbare Woche!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:
 
Die Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens ;-)


Sonntag, 6. Januar 2013

Meine ganz persönliche Jahresvorschau

Von vielen Bloggern gab es in den letzten Tagen einen Jahresrückblick zu sehen, von mir gibt es heute eine Vorschau der ganz besonderen Art, denn ich finde man sollte immer nach vorne schauen!

Viele von euch wissen es bereits: Ich liebe Koch- und vorallem auch Backbücher. Nur schwer kann ich mich von ihnen fernhalten - in letzter Zeit schaffe ich es aber sehr gut, denn seit unserem Umzug musste ich feststellen, wie viele Bücher ich doch habe. Ich bin ja der festen Überzeugung, das sie sich Nachts vermehren...

In der neuen Wohnung haben wir eine ganz tolle Relaxliege, die vor dem mit Backbüchern gefülltem Expedit Regal steht, auf der ich gerade liege und meine Schätze betrachte und doch träume ich schon wieder von neuen Büchern, denn ich war letztens in meinem Lieblingsshop unterwegs und stief auf einige Buchneuheiten. Schnell hat es mich die Neugierde gepackt und ich bin auf die Suche nach interessanten Buchneuheiten für dieses Jahr gestoßen und ich kann euch sagen, die Backtrends sind auch in den Verlagen angekommen. Was euch dieses Jahr so erwartet, möchte ich euch heute mal zeigen:

(Um zu den genauen Buchbeschreibungen zu gelangen, müsst ihr einfach nur auf die Bücher klicken!)


Als erstes sind mit zahlreiche Backbücher über Stevia aufgefallen. Ich weiß nicht recht was ich von diesem Backtrend halten soll, aber ich stehe Stevia eher nicht besonders positiv gegenüber. Schon oft habe ich es von verschiedenen Anbietern angeboten bekommen, aber in meine Küche kommt kein Stevia. Ich backe schon nicht besonders gern mit Süßstoff und ich denke bei Stevia ist es nicht anders. Das Problem ist, man kann ich einfach "normale" Backrezepte mit Stevia backen. Zucker hat eine ganz bestimmte Struktur und trägt auch beim Backprozess nicht nur zur Süße bei, sondern auch zur Teigstruktur. Wenn man also damit backen will, muss man schon speziell entwickelte Rezepte nutzen und das ist mir einfach zu umständlich. Ich bin der Meinung: Kuchen ist doch fast nie gesund. Wenn man ihn isst, dann soll man ihn genießen! Was haltet ihr von Stevia? Habt ihr es vielleicht schonmal ausprobiert?


Im gleichen Zuge bin ich auf das Kochbuch "Süchtig nach Süße" gestoßen. Im letzten Sommer habe ich ja bereits das gleichnamige Buch von Inke Joachims gelesen und selber eine zuckerfreie Zeit eingelegt (Rückblick HIER). Oft habe ich mich aber gefragt, wie man wirklich zuckerlose leckere Gerichte kreiieren kann. Ein Kochbuch dazu finde ich wirklich sehr interessant. Das werde ich nach Erscheinung aufjedenfall mal in Augenschein nehmen.


Cake Pops sind und bleiben auch in diesem Jahr ein riesiger Trend. Mittlerweile gibt es so viele Bücher über Cake Pops und sie sind in aller Munde (im wahrsten Sinne des Wortes ;-)). Die Verlage scheinen hier vorallem auf Buchsets abzufahren - eine sehr gute Idee, weil man Cake PopsZubehör natürlich noch nicht so häufig im Handel findet. Diese kleinen Lieblinge wird man demnächst sicher öfter auf den deutschen Kaffeetafeln finden.

Ich bin wirklich sehr sehr überrascht, wie schnell es die "neuen" Kuchentrends mittlerweile in die Verlage schaffen. Wenn ich bedenke, wie lange es gedauert hat, bis die "Cupcakes" ganz Deutschland erobert hatten. Hier merkt man wieder wie sehr BACKEN doch im Trend liegt! Das ist nichts mehr, was Hausfrauen an heimischen Herden machen. Backen ist jung und modern und jeder freut sich über etwas Selbstgebackenes.


Auch Whoopie Pies und Macarons sind so ein Trend, der es einfach unheimlich schnell in die deutschen Küchen geschafft hat. Ich persönlich muss zugeben, dass ich noch gar keine Whoopies gebacken habe, muss das aber schnellstens nachholen, denn die Kleinen sehen einfach nur Köstlich aus!


Ein Kuchentrend der es - warum auch immer - nicht so schnell in die Herzen der Bäckerinnen geschafft hat sind die Push-up-Cakepops. Das einzige Buch, das dazu erwartet wird ist von Sandra Müller. Ich erwarte das Buch schon seit letztem September, aber die Veröffentlichung wurde immer wieder nach hinten verschoben. Ich bin gespannt ob sich das Warten gelohnt hat.


Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich mir das entzückende Buch "Boutique Baking" von Peggy Porschen bereits letztes Jahr in Englisch gekauft habe, da es bald in Deutsch erscheinen wird. Schön ist es aber trotzdem - Ich kann es nur empfehlen. Ich werde es euch sicher auch bald einmal vorstellen.



Natürlich gibt es auch in diesem Jahr wieder viele bezauberne Leckereien, wie Cupcakes, Brownies und Co. Nach dem Erfolg von "Süße Sünden" ein Buch der Hummingbird Bakery wird ein weiteres Buch von Tarek Malouf übersetzt. Auch Nicole Stich (quasi eine Bloggerkollegin HIER ihr Blog) bringt ein weiteres Buch auf dem Markt. Schon ihre ersten beiden Bücher "Geschenke aus der Küche" und "Delicious Days" waren ein voller Erfolg. Das dritte Buch steht auch fest auf meiner Wunschliste.


Auch interessant finde ich das Buch "einfach süß!". Hier werden Cupcakes, Cakepops und Motivtorten versprochen. Ich werde aufjedenfall mal reinschauen, aber ob es bei dieser Fülle an Neuerscheinungen bestehen kann?


Das Beste zum Schluss. Auch von Cynthia Barcomi kommt ein neues Buch. Ich habe bereits ein Buch von ihr und finde sie und ihre Rezepte wirklich entzückend. Sie sind einfach und bodenständig und sie vermittelt so viel Freude am Backen - toll! Bald bin ich in Berlin und werde aufjedenfall auch in ihrem Laden vorbeischauen.

Ein anderes Buch was mich noch sehr interessiert ist "Sweet Wedding" vom Konditorweltmeister. Das Buch sollte bereits letztes Jahr erscheinen, aber die Veröffentlichung wurde verschoben. Ich möchte so gern mal darin stöbern, aber ob ich es mir wirklich kaufe ist ungewiss, da es natürlich sehr sehr teuer ist, aber vielleicht sehe ich es mal in einem Buchladen und kann darin stöbern. 

Ob man darin wohl den neuen Trend der "Sweet Tables" bzw. "Candy Bars" wieder findet?
Zu diesem Trend habe ich nämlich überhaupt keine Neuerscheinung gefunden. Sehr schade. Da muss ich mich wohl mit dem Buch von Amy Atlas begnügen. Von Zoe Clark gibt es auch schon seit einer Weile ein tolles Buch "Sweet Tables", das einfach zauberhaft aussieht und dem ich sicher auch nicht mehr lange wiederstehen kann!
Ich würde mir wirklich ein paar tolle, deutsche Bücher über dieses Thema wünschen, aber so schnell wie sich die Kuchentrends in letzter Zeit verbreiten, kann das ja nicht mehr lange dauern, oder?

Was haltet ihr denn von den neuen Trends? Top oder Flop? Und was wollt ihr dieses Jahr unbedingt mal ausprobieren?

Ich bin schon sehr gespannt auf das kommende Kuchenjahr - wer weiß schon was alles vor uns liegt?

In diesem Sinne - Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Ich bin dann mal kurz auf der Jagd nach den Kuchentrends 2013 ;-)