Dienstag, 1. Oktober 2013

{Völlig Durchgegrillt} Rückwärts zum Glück

Vor einer Weile habe ich euch ja von der unendlichen Geschichte unseres T-Bone-Steaks berichtet. Den Beitrag findet ihr HIER. Mit dem T-Bone-Steak haben wir zum ersten Mal die Niedrigthemperaturmethode angewendet haben. Ich war so begeistert von der Methode, dass ich natürlich weiter experimentieren wollte. 

Ein paar Wochen nach unserem T-Bone-Steak Versuch haben der Grillmeister und ich unsere Eltern zum Grillen eingeladen. Neben Salaten, Würstchen und Co. sollte es ein schönes Roastbeef vom Grill geben. Normalerweise brät oder grillt man ja zuerst das Fleisch an und lässt es bei dieser Methode anschließend bei 80°C im Backofen gar ziehen. Ich habe es allerdings einfach anders herum gemacht, weil ich das Roastbeef frisch angrillen wollte, wenn die Gäste da sind.


Das Roastbeef, was ich beim Metzger vorbestellt habe, habe ich einen Tag vorher schon gewürzt. Dazu habe ich auf einem Holzbrett großzügig frisch gemahlenen Pfeffer, das geräucherte Salz von American Heritage und frisch gehackten Rosmarin und Thymian verteilt und das Roastbeef darin gewälzt bis alles gut mit Würze bedeckt war. So habe ich das Roastbeef dann über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Man sollte das Fleisch dann mindestens 4-6h vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmerthemperatur annehmen kann. Dann legt man das Fleisch auf ein Gitter (besser: in eine Auflaufform) und steckt ein Bratenthermometer in die Mitte des Fleisches um die Kernthemperatur zu überprüfen. Der Grillmeister hat sich für das Grillen dieses digitale Backofen-Thermometer gekauft. Das hat den Vorteil das man die Zielthemperatur einstellen kann und es dann piept, wenn diese erreicht ist. Das Ziel ist eine Kernthemperatur bei Rindfleisch von 57°C-58°C dann ist das Fleisch noch schön rosa innen. Man rechnet grob für 500g Fleisch etwa 1h im Ofen. Unser Roastbeef hat etwa 2,5h im Ofen verbracht. Die Infos zu dieser Methode habe ich aus dem wunderbaren, kleinen Buch "Zart und saftig bei 80°" vom GU Verlag. Wer sich für diese Methode interessiert, sollte in dieses Buch mal reinschauen, denn es enthält neben leckeren Rezepten auch viele Informationen zu dieser Methode.


Während das Roastbeef noch etwas im Ofen schmorte, haben wir schonmal mit dem Grillen begonnen. Es gab Maiskolben (in der Alufolie), kleine Bratwürstchen, Röstbrot, gegrillte Tomaten und gefüllte Paprikaschoten.

Ein kleiner Tipp wenn man viele kleine Würstchen brät, dann ist es einfacher wenn man sie aufspießt, dann kann man sie ganz einfach zusammen wenden.


Die Paprikas habe ich mit Feta und Hackfleisch gefüllt. Die Paprikaschoten habe ich vom Deckelchen und vom Kerngehäuse befreit und dann kurz im Wasserbad vorgegaart. Anschließend habe ich sie zuerst mit Feta und dann mit Hackfleisch (so fällt der Feta beim Grillen nicht heraus) gefüllt.


Als letztes habe ich dann das Roastbeef aus dem Ofen geholt und es dem Grillmeister übergeben, damit er es noch schön grillen kann und das Roastbeef noch ein paar Röstaromen bekommt. Danach habe ich das Roastbeef in Scheiben geschnitten und mich riesig gefreut, denn es war perfekt rosa und saftig!


Neben dem Roastbeef waren übrigens die gegrillten Tomaten mein absoluter Favorit. Die waren so wahnsinnig lecker! Probiert das unbedingt aus! Ich habe die kleinen Cherrytomaten einfach in einer Mischung aus Salz/Pfeffer, Olivenöl und Balsamico gewälzt und dann auf Holzspieße aufgespießt. Dann werden die Tomaten gegrillt und fertig. Die Tomaten schmecken einfach göttlich auf Röstbrot mit selbstgemachtem Kräuterfrischkäse!!!

Ich hoffe euch hat der kleine Ausflug in die Niedrigthemperaturmethode gefallen.

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

{Völlig Durchgegrillt}

Kommentare:

  1. Toller Artikel mit guten Tipps. Es sieht alles so lecker aus, dass mir schon das Wasser im Mund zusammen läuft. Die Fotos dazu machen einen auch schon richtig hungrig darauf alles gleich nach zu kochen.
    Vielen Dank für die wunderbaren Kochideen.

    Mit freundlichen Grüßen aus Berlin,
    Daniel.

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  2. Wow, sieht ja alles richtig gut aus! Das Roastbeef macht richtig Appetit!
    Aber eine kleine Frage hätte ich: Warum grillst du nicht auf Holz?


    LG Annemarie

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    1. Hallo Annemarie,

      Ich habe einen Elektrogrill, weil wir auf dem Balkon grillen und es vom Vermieter nicht erlaubt ist einen Holzkohlegrill auf dem Balkon zu nutzen. Mittlerweile liebe ich aber diesen tollen Weber Elektrogrill, der geschmacklich kaum einen Unterschied zur Holzkohle produziert, da er viel Power hat. Außerdem erspare ich mir so langes warten bis die Kohle durch ist, lange Saubermacharien und das Holzkohle schleppen. Für uns ist der Grill perfekt und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

      Viele Grüße,
      Maria

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    2. Na, die Grillerei auf dem Balkon mit nem Holzkohlegrill wäre für die Nachbarn evtl. wirklich nicht immer vorteilhaft. Ich kenne mich mit den Elektrogrills leider quasi gar nicht aus, ich kenn nur meinen udn der taugt nicht sonderlich viel. Wenn du sagst, dass es mit deinem Grill alles wunderbar wird, dann glaub ich dir das natürlich....und die Bilder sprechen sowieso für sich/dich ;)

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    3. Mit Holzkohle auf dem Balkon grillen ist nicht nur für die Nachbarn unangenehm, sondern auch für die Hauswand.

      Viele denken bei einem Elektrogrill an so einen kleinen lahmen Tischgrill mit Metallstäben, aber unser Webergrill (http://www.amazon.de/Weber-Elektrogrill-Q140-Stand-dunkelgrau/dp/B004G3RRKI/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1381324430&sr=8-2&keywords=weber+elektrogrill) hat richtig viel Power und wird richtig heiß und gart das Grillgut genauso schnell, wie ein Holzkohlegrill. Ich bin auch der Überzeugung, dass man den Unterschied nicht schmeckt. An die Skepsis von Anderen habe ich mich aber schon gewöhnt ;-)

      Liebe Grüße,
      Maria

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  3. Hunger, Hunger, Hunger....

    das sieht alles so lecker aus! Vor allem die gefüllten Paprikaschoten und die Tomaten. Ich bin eher der drum rum Esser, sprich ich lasse lieber Fleisch liegen und esse gerne die Salate und anderen Leckereien. Wobei ich mir beim Anblick eures Roastbeef gut vorstellen kann, das es sehr lecker war.

    Vielen Dank für die tollen Inspirationen. Ich bin seit heute auf der Suche nach einem Weihnachtslikör, den ich jetzt schon ansetzen kann, damit er gut durchgezogen ist.

    LG Anita

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Maria