Mittwoch, 21. August 2013

Die LISA Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens: Heidelbeeren in Mürbteig

An Ursus Wehrli musste ich letztens denken, als ich das erste mal das Buch "Ordentlich kochen" von Christiane Weißmüller und Oliver Brachat in den Händen hielt. Ursus Wehrli ist ein Schweizer Fotograf und Aktionskünstler und räumt für sein Leben gern auf - und zwar Alles, was ihm in die Hände fällt. Da macht er auch vor einem Teller Pommes, einer Buchstabensuppe oder vor berühmten Gemälden nicht halt. Zu sehen sind seine Aufräumkünste in seinen Büchern (z.B. "Die Kunst, aufzuräumen"). 

Etwas aufzuräumen birgt viele Vorteile, denn man hat anschließend einen genauen Überblick. Das dachten sich wahrscheinlich auch Oliver Brachat und Christiane Weißmüller, die beim  Essen sicher auch gerne einen Überblick haben, was alles drin ist. Diesen Eindruck vermittelt zumindest ihr neustes Buch "Ordentlich kochen", indem auf wunderbare Weise die Zutaten eines Gerichtes und deren Ergebnis illustriert werden.


Dieses Buch hat mich von Anfang an sehr fasziniert, denn es ist das einzige seiner Art, was ich bisher in den Händen hielt. Das moderne Design und die ungewöhnliche Idee macht es  zu etwas Besonderem auf dem Büchermarkt. Alle Zutaten die man für das jeweilige Rezept braucht werden abgebildet und machen Lust sofort loszukochen. Im Buch sind zwar nicht viele Rezepte enthalten, dafür sind alle einfach, alltagstauglich, schnell gemacht und köstlich! Tiramisu mit Russisch Brot, Spaghettipizza oder Indisches Ananas-Curry klingen einfach lecker. Mehr Infos zum Buch findet ihr HIER.


Besonders verliebt habe ich mich in das süße Rezept "Pfirsiche in Mürbteig", welches ich unbedingt ausprobieren wollte, da ich aber keine Pfirsiche zu Hause hatte, sondern nur 2kg köstlichste Heidelbeeren, habe ich es einfach etwas verändert und "Heidelbeeren in Mürbteig" daraus gemacht.


Die Zubereitung war super einfach und unkompliziert. Einfach aus ein paar Zutaten einen Mürbteig geknetet, diesen auf einem Blech ausgerollt, Heidelbeeren drauf und die Mürbteigecken eingeklappt damit auch nichts rausläuft. Nach einer halben Stunde konnte ich dann einen köstlichen Kuchen aus dem Ofen holen mhmmmm.


Der Mürbteig war richtig lecker. Er war nicht so trocken, wie viele andere Teige und durch die Haferflocken richtig schön mürbe. Die Heidelbeeren waren ein perfekter Begleiter zum Mürbteig: saftig, fruchtig und süß. Wenn man es wie ich mit dem probieren nicht abwarten kann und ihn sofort nach dem Backen anschneidet, dann ergießt sich ein lauwarmer Heidelbeerfluss auf dem Teller. Wenn man vernünftig ist und wartet bis der Kuchen abgehühlt ist, dann bleibt die Fruchtfüllung auch fest.

Wer diese Köstlichkeit noch krönen möchte, serviert noch einen Klecks Sahne oder eine Kugel Vanilleeis dazu.


Das Rezept habe ich ein klein wenig verändert. Meine Version gibt es hier:


Heidelbeeren in Mürbteig
(für einen Kuchen etwa 30cm Durchmesser)

Für den Teig: 
300g Mehl
60g Haferflocken, Zarte
2El Zucker
Prise Salz
230g Butter
100ml eiskaltes Wasser

Für die Füllung:
etwa 300g Heidelbeeren
(frisch oder TK)
3Tl Speisestärke
2El Zucker

Außerdem:
1 Eigelb
2El Hagelzucker

Für den Mürbteig Mehl, Haferflocken, Zucker und Salz vermischen. Die Butter klein schneiden und hinzufügen. Dann das kalte Wasser zugeben und alles zu einem Teig verkneten. Ich habe das mit der Küchenmaschine gemacht. Anschließend den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und 1h kalt stellen.

Die Heidelbeeren verlesen und waschen. Den gekühlten Teig auf einem Blech ausrollen. Den Teig mit der Speisestärke bestreuen und diese gleichmäßig in der Mitte verteilen. Die Speisestärke wird beim backen die Flüssigkeit der Heidelbeeren binden. Nun die Heidelbeeren in der Mitte verteilen (etwa einen Rand von 6cm lassen) und den Zucker darüber streuen. Nun den Teigrand an den Seiten überschlagen. Den Rand mit dem Eigelb bestreichen und mit dem Hagelzucker bestreuen. Den Kuchen im vorgeheizten Backofen bei 175°C etwa 30-35 Minuten goldgelb backen.


Dieser Kuchen wird euch umhauen. Er ist sooo saftig und fruchtig - unglaublich. Und dann auch noch so einfach gemacht. Und die rustikale Form sieht doch auch sehr schön aus, oder? Das Mürbteigrezept aus dem Buch finde ich Klasse und werde ich nun sicher öfter zur Hand nehmen.Den Kuchen könnt ihr natürlich mit jeder anderen Frucht auch machen.

Was sagt ihr denn zu diesem Buch? Genial oder doch nur was fürs Auge?

Ich wünsche euch noch eine schöne Woche!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Die LISA Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens ;-)

Kommentare:

  1. Ui das sieht richtig fein aus und das Buch muss ich mir mal genauer ansehen

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  2. Der Kuchen sieht extrem lecker aus, den muss ich auf jeden Fall mal ausprobieren. :)
    Sind die Haferflocken blütenzarte oder kernige?

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    1. Hallo Inga,

      Das habe ich mich beim lesen des Rezepts auch gefragt und glatt die Information beim Aufschreiben vergessen. Ich habe die zarten benutzt.

      Viele Grüße,
      Maria

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  3. Mit Haferflocken habe ich schon viele gute erfahrungen gemacht. als Kind hatte ich sie verpönt. Dabei sind sie ein Tausendzassa, sind magenfreundlich und helfen schwerverdauliches nicht unbedingt meiden zu müssen. Daher gefällt mir Dein Rezept noch mal so gut! Werde es mit Äpfeln probieren. Zum buch kann ich leider nichts sagen, denn ordentlich kochen habe ich mir beizeiten selber angewöhnt. Sicher aber wäre es eine Empfehlung wert. Danke für das Rezept! LG Gruß Diotima

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  4. Hallo Maria :)

    Ich habe das Rezept sofort nachgemacht... Hier findest Du die "Dokumentation" :)

    Liebe Grüße!
    Ela

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  5. Hallo
    Das rezept kam genau richtig. Hatte ich dich 3 kg mirabellen aus dem garten. Die passten auch sehr gut. Aufs obst kamen ein paar walnusstreusel.
    Die restlichen mirabellen warten jetzt in der TK bus auch sie verbacken werden.
    Ein klasse rezept.
    Hab auch schon mehr von dir nachgebacken und alles hat geschmeckt.
    Schoenes wochenende
    Sabrina

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  6. Hallo Maria,

    ich hatte den superleckeren Kuchen am vergangenen WE nachgebacken und von allen Seiten nur Lob eingefahren - danke für ein wieder mal tolles Rezept!

    Viele Grüße
    Marust

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Viele Grüße,
Maria