Sonntag, 21. Juli 2013

In der Küche mit Helden

Superman? Spiderman? Cat Woman? Nein hier geht es nicht um Superhelden, sondern um die Kochhelden Max Sussman und Eli Sussman. Zwei Brüder die Kochen einfach lieben und das in ihrem aktuellen Buch "Kochhelden: Rezepte für das wahre Leben" zeigen. Die Helden haben mir nicht nur einen köstlichen Rote-Bete-Salat nach Hause gebracht, sondern auch viel Spaß beim Lesen ihres Buches.


Während ich also diesen frischen Salat genieße dürft ihr mal kurz in das Buch mit den Helden schauen. Und ich muss es nochmal sagen: Ich lieeeebe Rote Beete *Yummy*

"Kochhelden: Rezepte für das wahre Leben"
Max Sussman, Eli Sussman


Callwey Verlag
24,95€
Gebundene Ausgabe, 159 Seiten

"Unser Alltag wird immer schneller und hektischer. Jeder kennt diese Situation und oft hat man so viel zu tun, dass zum Kochen kaum noch Zeit bleibt. Man greift dann schon einmal auf Fast Food oder Fertigprodukte zurück, allerdings auf Kosten des Geschmacks. In Kochhelden stellen die beiden Autoren alltagstaugliche und dennoch raffinierte Rezepte vor, die immer gelingen. Es finden sich Rezepte für jede Tageszeit und jeden Anlass ob ein ausgiebiges Frühstück oder ein Dinner mit Lammbraten und Linguine mit Anchovis und Walnüssen die Autoren wissen, wie man Familie und Freunde davon überzeugt, dass man ein Held am Herd ist." 

Das Buch gibt es HIER zu kaufen. 

Inhalt

Sonntagsbrunch

Grill-Futter

Ein Abend daheim

Dinnerparty

Mitternachtssnacks

Süßkram

Max und Eli Sussman sind wie man sich vielleicht auch vorstellen kann Brüder. Die beiden sind daher ein super Team und das auch in der Küche. Das merkt man sofort wenn man das Buch aufschlägt und von ihrem gemeinsamen Sommerferien und Kocherfahrungen sprechen. Die beiden lieben Essen und Kochen mit Herz und Leidenschaft gemeinsam. Es handelt sich hier also um ein sehr persönliches Kochbuch. Man erfährt sehr viel über die beiden. Überall im Buch findet man ihre Geschichten und ihre Tipps und Tricks. Ich bin ein großer Fan solcher "persönlicher Kochbücher", denn sie holen mich als Leser sofort ins Boot und fesseln mich beim Lesen.

 
Zu den Rezepten muss man zuallererst bemerken, dass die beiden Köche Amerikaner sind und es sich hier demensprechend um amerikanische Rezepte handelt, bzw. um Rezepte die für den amerikanischen Gaumen konzipiert sind. 

Linguine mit Sardellen, Petersilie und Walnüssen, Birnentarte, Churros mit Zimt oder Pulled Pork klingt nicht nur lecker, sondern sieht auch noch toll aus. Viele Rezepte haben mich angesprochen und stehen nun auch meiner To-Cook-Liste. Doch bei einigen Rezepte kommen die Amerikaner durch: Das Frühstück von Monte Christo bestehend aus englischen Muffins, Bacon, Käse getoppt mit Marmelade und Ahornsirup wäre mir zum Frühstück definitiv ein Touch too much. Auch der Schokoladen-Erdnussbutter-Pie wird typisch amerikanisch sicher sehr süß und gehaltvoll sein.


Die Rezepte sind trotz der amerikanischen Grundlage bunt gemischt und es finden sich auch italienische oder mexikanische Einflüsse. Mir gefällt die Auswahl trotz der vielen Kalorien gut und ich habe viele leckere Rezepte entdeckt. Die Brüder lieben es eben richtig lecker nach dem Motto "wenn schon denn schon". Ob das allerdings alltagstauglich ist, möchte ich bei einigen Rezepten bezweiflen. Denn so ein dekadentes Frühstück oder ein süßen Snack gönne ich mir unter der Woche eher selten. Doch Männern könnte das sicher gefallen.


Das Layout des Buches finde ich sehr passend. Es ist jung und modern. Es passt einfach wunderbar zu den beiden Köchen, die man während des Lesens immer besser kennenlernt. Sie haben Spaß am Essen und das wird meiner Meinung nach auch durch die morderne Aufmachung vermittelt. Man hat das Gefühl die beiden haben das Buch selber geschrieben und an der einen oder anderen Ecke schnell noch mal eine Info ergänzt. Mich stören die dunklen Farben dabei gar nicht. Im Gegenteil: Das ist mal was Neues. 

Die Rezepte sind gut verständlich geschrieben. Manchmal fehlen mir aber ein paar Erklärungen. Pankomehl habe ich zum Beispiel vorher noch nie gehört. Das kann man natürlich im Internet schnell nachschlagen, aber man hätte es auch einfach in Klammern dahinter schreiben können. Es handelt sich hier übrigens um Semmelmehl bzw. Paniermehl ;-)
Da merkt man, dass es sich um eine Übersetzung handelt. Solche Infos sollte man schon im Buch finden!


Ausprobiert habe ich auch schon zwei Rezepte. Zuerst hat mich das Fleischklops-Sandwich angesprochen. Frisches Brot gefüllt mit Pesto und Käse. Die Fleischklopse werden mit Ricotta vermischt und dadurch schön fluffig. Das Rezept war einfach und köstlich. Auf die Idee Pesto, Käse und Fleischklopse auf ein Sandwich zu legen fand ich genial und super lecker. Pesto gibt es nun öfter aufs Brot.


Und auch den Rote-Beete-Salat mit Joghurt habe ich sofort ausprobiert. Aus griechischem Joghurt, gekochter Roter Beete, Zitronensaft, Salz/Pfeffer, Dill und Olivenöl ist der Salat schnell gemacht und sehr lecker. Und so ganz in rosa ist er auch ein wunderbarer Hingucker, oder?

Fazit

Mein Fazit ist durchwachsen. Viele Rezepte finde ich unglaublich lecker, raffiniert und ansprechend. Ich werde sicher noch einiges, wenn auch in abgewandelter Form, nachkochen. Auch die beiden Jungs sind unglaublich sympathisch und machen Spaß und Lust auf Kochen. Man spürt ihre Liebe zu leckerem Essen. Für den Alltag sind mir einige Rezepte aber einfach etwas too much und zu aufwendig. Denn ein Pulled Pork was einige Stunden im Ofen brodelt macht man ja auch nicht alle Tage. Ich denke aber Männer werden die Rezepte (vorallem die dicken Steaks) lieben. Ihnen kann man das Buch getrost in die Hände geben, aber wir Mädels dürfen trotzdem gern mal reinschauen.

Das Buch haben übrigens auch schon viele andere Blogs vorgestellt. Hier ein paar andere Meinungen:


Ich bedanke mich beim Callway Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

Was haltet ihr denn von den Kochhelden? Top oder Flop oder doch was für den Mann?

Ich wünsche euch noch einen schönen Tag.

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Ich bin dann mal kurz in meiner Bücherecke ;-)
 

Kommentare:

  1. Liebe Maria,

    danke für deinen Buchtipp. Habe dieses tolle Werk vor einigen Wochen in der Buchhandlung entdeckt und konnte nicht widerstehen. Jetzt ist es stolzes Mitglied meiner Kochbuchsammlung. :)

    Das mit dem Pankomehl ist übrigens kein Übersetzungsfehler. Bei Panko handelt es sich um asiatische Semmel"brösel", die gröber sind als herkömmliches Semmel"mehl". Dadurch wird die Panade bei Schnitzeln Wiener Art oder ähnlichem knuspriger, weil die Pankobrösel mehr Struktur geben.

    Panko ist eigentlich schon seit einigen Jahren in Deutschland bekannt und taucht immer wieder in Zeitschriften, Kochbüchern oder -sendungen auf. Ich nutze es schon längere Zeit. Wer es trotzdem noch nicht kennt, sollte es unbedingt mal testen.

    Für das Rezept von den Sussman-Brüdern (welches ich auch schon probiert habe - superlecker!) kann Panko aber problemlos durch Semmel- oder Paniermehl ersetzt werden, da es in der Hackfleischmasse sowieso aufweicht.

    Viele Grüße,
    Sandy

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  2. Hallo Maria,

    wie ich sehe, hast du auch Spaß an dem Buch. :-) Das Fleischklops-Sandwich muss ich wohl auch noch irgendwann manchen.

    Herzlichen Dank fürs Verlinken.

    Liebe Grüße
    Deborah

    Ps: Schön, dass ich auf diese Weise deinen wunderbaren Blog entdeckt habe. Bin jetzt schon eine ganze Weile am Stöbern...

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Viele Grüße,
Maria