Dienstag, 16. Juli 2013

Auf der Suche nach der perfekten Biokiste II

Lezten Montag habe ich euch ja bereits die erste Biokiste von Naturkost-Lieferdienst vorgestellt, von der wir schon sehr angetan waren. Trotzdem wollte ich auch noch die anderen beiden Anbieter testen. Man weiß ja nie, was noch kommt.

Am Mittwoch kam nun unsere zweite Biokiste zu uns nach Hause. Es handelte sich um eine Schnupperkiste (bestehend aus einer kleinen Obst- und einer kleinen Gemüsekiste) vom Lieferdienst Bibernelle. Bibernelle hat in ihrem Onlineshop viele verschiedenen Kisten zur Auswahl. Die Schnupper bzw. Probekiste besteht aber immer aus einer kleinen Obst- und Gemüsekiste. Passend dazu habe ich noch ein Käsepaket bestellt. Die Option, dass man hier noch eine Käseauswahl dazu bestellen kann, finde ich toll.

Außerdem bekommt man eine Nachricht, wenn die Zusammenstellung der Box feststeht. Dann kann man sich im Onlineshop einloggen und ggf. noch Änderungen vornehmen. In meiner Box wäre eigentlich ein Bund Minze gewesen. Da ich Minze aber selber auf dem Balkon habe, habe ich das Kraut promt gelöscht und mir dafür 2 Zitronen in die Kiste gepackt.


Die Biokiste kam wie versprochen Mittwoch Nachmittag zu uns nach Hause. Bezahlen kann man wie beim Naturkost-Lieferdienst auch entweder direkt beim Fahrer oder per Überweisung. In der Kiste waren frische Tomaten, ein Kohlrabi, ein Blumenkohl, roter Eichblattsalat, Weintrauben, eine Nektarine, zwei Äpfel, zwei Birnen und meine zwei Zitronen. Als Käseauswahl gab es ein Stück Brodowiner Bauernkäse, ein Stück Roter Brodowiner und ein Stück Mönchshofer Tilsiter. Die Käsesorten haben uns sehr gut geschmeckt.

Alle Produkte waren frisch und gut verpackt. Nur die Zitronen waren noch sehr unreif und grün. Die Box kostet 17€ (15€+2€ Lieferkosten) und die Käseauswahl 7,50€. Insgesamt habe ich für die Box also etwa 25€ gezahlt.


Im Vergleich zum Naturkost-Lieferdienst war ich etwas enttäuscht. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt für mich hier nicht ganz. Die Box war doch sehr klein. Außerdem sind viele Produkte nicht regional. Die Weintrauben kommen aus Italien, die Birnen aus Argentinien und die Äpfel aus Neuseeland. Es handelt sich hier also um Sorten die das Label BIO erhalten haben, aber die nicht gleichzeitig regional geerntet werden. Ich weiß das Bio nicht mit Regional gleichzusetzen ist, aber ich wünsche mir bei so einer Biobox schon, dass die Produkte der Jahreszeit angepasst sind und von regionalen Höfen kommen. 

Diese Box wird höchstwahrscheinlich nicht unser Favorit. Nun warten wir noch auf die letzte Box vom Biogut Stichelsdorf. Hier habe ich auch wieder eine Käseauswahl dazu bestellt. Nach dieser Box werden wir dann entscheiden ob und welche Box wir regelmäßig abonnieren. 

Ich wünsche euch eine tolle Woche mit viel gutem Gemüse!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:


Ich bin dann mal kurz in der Küche ;-)

Kommentare:

  1. OK, das klingt nach insgesamt suboptimaler Box. Aber Du hast ja noch ein weiteres Testobjekt vor Dir. ;-)
    Aber verzeih, wenn ich ein bisschen den Kopf schütteln muss beim Stichwort Regionalität: Wir haben Juli, und da sind in Deutschland weder Trauben, noch Äpfel, noch Birnen reif. Bei uns in der Gegend wachsen dazu auch überhaupt keine Trauben, die können also per se nur aus Südeuropa oder aus der südlichen Hemisphäre der Welt kommen (Und werden in Deutschland überhaupt Verzehr-Trauben angebaut?). Klar, man könnte natürlich argumentieren, dass Äpfel und Birnen auch aus der Region, aber dann aus Lagerhaltung kommen könnten. Aber bei Lagerhaltung ist es (bei unseren heutigen modernen Ansprüchen an Optik, Haptik und Geschmack von Obst) nicht damit getan, die Äpfel liebevoll in eine Kiste zu packen und sie dann in den Speicher zu schieben. Meine Eltern machen das, und spätestens im Februar oder März sind die Äpfel runzlig und mehlig. Sie schmecken gut - aber eben nicht mehr so knackfrisch. Also lagern Obstbauern ihre Äpfel und Birnen in Hallen, in denen künstlich die Temperatur niedrig gehalten wird, der Sauerstoff entzogen und Kohlenstoffdioxid zugeführt wird, um das Obst kontrolliert reifen zu lassen (google mal "CA-Lagerung"). Für die Umweltbilanz ist das keinen Deut besser, als wenn man zwischen dem Frühjahr und dem Zeitpunkt der hiesigen Ernte sein Obst aus Gegenden bezieht, in denen es entweder gerade reif ist oder aber eine kurze Lagerzeit hat. Und das trotz Fracht und Verschickung über die Meere!
    Versteh mich bitte nicht falsch, ich selbst halte regional auch für eine ganz wichtige Sache, und wenn ich regionale, saisonale Biowaren kaufen kann, ist das meine erste und einzige Wahl. Aber viele Leute haben eben eine etwas romantische Vorstellung von regionalem Obst... Ich persönlich übrigens auch, das mit den Lagerbedingungen wusste ich bis vor ein paar Jahren auch nicht. Ich dachte immer, der Bauer streichelt die Äpfel über den Winter... ;-))

    Liebe Grüße
    Katharina

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    1. Hallo Katharina,

      Ich verzeih dir das Kopf schütteln ;-) Ich hatte mir deshalb gewünscht, dass auf Obstsorten, wie Trauben und Nektarinen verzichtet wird und heimische Beeren oder ähnliches in der Box sind. Danke für deine Info. Darauf werde ich demnächst achten.
      Ja wahrscheinlich hat man da wirklich eine falsche Vorstellung. Ich werde mich dazu weiter informieren. Mittlerweile ist es für den Endverbraucher doch wirklich ein großes Problem - wenn man sich darüber Gedanken machen möchte - zu den richtigen Produkten zu greifen.

      Viele Grüße,
      Maria

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    2. Da hast Du Recht, es ist echt nicht einfach!!! Ich stehe auch immer vor dem Obstregal und wäge ab. Manchmal ist das gar nicht so leicht, da liegt dann das ganze tolle frische Obst vor einem und man sagt "nö, is nich!" Und irgendwann kann und will man auch einfach kein Kohlgemüse oder schrumpelige Lageräpfel mehr sehen. ;-)
      Es ist insgesamt ein vielschichtiges Problem... da zählt die Produktion genauso hinein wie der Transport zum Supermarkt, aber auch der Einkauf des Kunden, ob er/sie mit dem Auto oder mit dem Fahrrad zum Supermarkt fährt. Da kann man schon Kopfschmerzen kriegen vor lauter Nachdenken und Richtigmachenwollen. ;-))

      Aber bei der Zusammenstellung der Box gebe ich Dir Recht, da könnten die Lieferanten mitdenken!

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  2. Da muss ich Katharina voll und ganz zustimmen. Schon seit Jahren gibt es auch immer wieder Berichte (Presse, TV, Hörfunk), die ganz klar vorrechnen, dass in einer Zeit, zu der wir keine regionalen Obstsorten erwarten können, ein Apfel aus Neuseeland weniger anrichtet als ein Apfel, der unter den von Katharina beschriebenen Bedingungen schön gehalten werden muss. Da braucht es noch ganz viel Anti-regional-Romantik-Aufklärung...

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    1. Hallo Thea,

      Hast du denn einen Lesetipp zur Anti-regional-Romatik-Aufklärung? Ich weiß es bisher nur von Argentinischen Rindern. Deren Aufzucht ist in Südamerika am natürlichsten und es ist weniger Belastung von dort ein Steak zu kaufen, als die umweltbelastende Aufzucht von deutschen Rindern. Mittlerweile ist Einkaufen zu einem wirklich komplexen Problem geworden.

      Viele Grüße,
      Maria

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    2. Schon seit längerem habe ich den Utopia-Newsletter abonniert. Wenn der Link funktioniert, findest Du einiges zu diesem Thema: http://www.utopia.de/suche?s=Regional?

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    3. Lieben Dank für den Link Thea. Ich werde mich gleich mal einlesen.

      Viele Grüße,
      Maria

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  3. Hallo Maria, es muß nicht sein, daß die Zitronen unreif sind, weil sie grün sind. Ich arbeite in unserem Markt u.a. auch in der Obstabteilung und wir hatten schon grüne Zitronen mit Beipackzettel, auf dem stand, daß die Farbe kein Zeichen von Unreife ist.
    LG Bianka

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    1. Hallo Bianka,

      Okay. Das wusste ich noch nicht. Aber die Zitrone war sehr fest und gab kaum saft. Da greife ich schon lieber auf die gelben zurück =)

      Viele Grüße,
      Maria

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  4. ;O) die verkaufen sich auch viiiiel besser!
    LG Bianka

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  5. Das kann ich verstehen, ich hätte auch regionales Gemüse und Obst erwartet, wenn schon so groß mit BIO geworben wird!!!

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Maria