Mittwoch, 10. Oktober 2012

Die Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens - Schokoladenkuchen

Ich liebe Backbücher und habe auch einige zu Hause. Bücher über Cookies, Cupcakes und Motivtorten lassen mein Herz höher schlagen. Mittlerweile ist meine Sammlung an Büchern über die aktuellen Backtrends beachtlich - aber ein Buch fehlt in meiner Sammlung. Ein Buch über wirklich klassische Rezepte!

Ein zartes Mürbeteigplätzchen, ein luftiger Hefezopf, ein saftiger Schokoladenkuchen oder ein Stück Christstolle lässt die Gäste oft viel mehr Staunen als ein Schokocookie. Diese Klassiker dürfen in keiner Küche fehlen. Außerdem sind solche klassischen Rezepte oft Grundlage für viele ausgefallene Kreationen. Wer diese also beherrscht, dem steht die Backwelt offen.

Auch ich habe anlässlich des Umzuges einer lieben Freundin letztens so einen Klassiker zubereitet - einen Schokoladenkuchen mit Schokoladenglasur. Das Rezept dazu habe ich aus dem neuen Buch des GU Verlages "Backschätze".

 "Backschätze - Rezepte für die Seele"
Anne-Katrin Weber, Sabine Schlimm


Gräfe und Unzer Verlag 
19,99€
Gebundene Ausgabe, 224 Seiten

"Unsere schönsten Kindheitserinnerungen sind ganz eindeutig - süß: Denn nichts hat uns schneller vom spannendsten Spiel weggelockt als der unwiderstehliche Duft, den Rosinenschnecken, Zitronenkuchen oder Nusskranz verströmten, wenn sie aus dem Ofen kamen. Frisch gebackene Leckereien wie diese ziehen uns auch heute noch magisch an, weil sie uns ein heimeliges Gefühl der Geborgenheit geben, das wir mitunter einfach brauchen." Genau aus diesen Gründen ist dieses zauberhafte Buch vor kurzem erschieden. Das Buch könnt ihr hier kaufen.


Inhalt

Süße Pause mit Hefeschnecken: Kleine Teilchen

… und dienstags Kuchen: Alltagsbäckerei

Linzer Torte und Blümchengeschirr: Sonntagsbäckerei

Mutzen und Makronen: Besonderes rund ums Jahr

Das tägliche Butterbrot: Herzhaftes aus der Backstube

Grundrezepte 

Als ich dieses Buch zum ersten Mal durchgeblättert habe, war ich einfach nur begeistert. Ich habe in den letzten Monaten so viele Backbücher in der Hand gehabt und auch so viele gekauft, das ich fast schon übersättigt von Backrezepten war. Doch dieses Buch hat mich gefesselt. Aber warum? Weil mir einfach bewusst wurde, wie wunderbar ein klassischer Zitronenkuchen schmecken kann, wie toll ein paar Amerikaner oder ein Spritzkuchen auf dem Kaffeetisch aussehen. Und vorallem wurde mir bewusst, das ich wirklich kein klassisches "deutsches" Backbuch besitze.


Im Buch klingt ein Rezept leckerer als das andere und ich konnte mich kaum entscheiden, welches ich als erstes backen möchte. Himbeertorte? Zupfkkuchen? Florentiner? Oder doch lieber etwas Herzhaftes? Im Buch findet man wirklich jeden Klassiker von den Weihnachtsplätzchen über Festagstorten bis hin zu einem herzhaften Zwiebelkuchen oder einem Brotteig.

Bilder vom Gräfer und Unzer Verlag

Geschmückt ist das Buch mit wirklich sehr schönen Bilder, die Lust auf das Backen und das Verspeisen machen. Jedem Rezept wird hier eine Doppelseite und auch ein Bild gewidmet. Es werden ausschließlich Zutaten verwendet, die man in jedem normalen Supermarkt bekommt.

Ich habe mich wie schon erwähnt zuerst für einen Schokoladenkuchen entschieden. Das Rezept war leicht verständlich und die Zutaten alle im Haus, deshalb konnte ich sofort loslegen. 


Jedes Rezept wird von einer kleinen Bemerkung begleitet. Hier die vom Schokoladenkuchen "Was ist die Steigerung einer Tafel Schokolade? Ein ganzer großer Kuchen mit Kakao im Teig und mit Schokolade überzogen. Auch wer es nicht über sich bringen würde, die Schokoladentafel zu teilen, kann mit diesem Prachtstück zur Schokoparty einladen." Ist das nicht entzückend?


Schokoladenkuchen
(für eine Kastenform)

Für den Rührteig:
200 g weiche Butter
200 g Zucker
2 EL Rum (oder Milch)
1 Prise Salz
5 Eier (Größe M)
250 g Mehl (Type 405)
50 g Speisestärke
50 g Kakaopulver
3 TL Backpulver

Für die Glasur:
150 g Zartbitterkuvertüre
(mind. 45 % Kakaoanteil)
1 TL neutrales Pflanzenöl

Außerdem:
Butter und Mehl
für die Form
50 g Aprikosenkonfitüre
zum Bestreichen
Für 1 Kastenform (30 cm, ca. 20 Stücke)

Die Form gründlich einfetten und mit Mehl ausstreuen. Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen. Für den Rührteig Butter und Zucker mit den Quirlen des Handrührgeräts oder in der Küchenmaschine sehr schaumig schlagen.
Rum (oder Milch) und Salz dazugeben, dann ein Ei nach dem anderen
unterrühren. Mehl, Stärke, Kakao und Backpulver mischen und kurz
unterrühren. Den Teig in die Form füllen, glatt streichen und im Ofen
(unten) ca. 1 Std. backen.

Den Kuchen herausnehmen und 15 Min. in der Form abkühlen
lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen. Die Konfitüre durch ein
Sieb streichen und den warmen Kuchen damit dünn bestreichen.
Den Kuchen abkühlen lassen.

Für die Glasur die Kuvertüre hacken und über dem warmen
Wasser bad zusammen mit dem Öl schmelzen lassen. Die Glasur auf
dem Kuchen verteilen und fest werden lassen. Dekotipp
Für marmorierte Schokoglasur 100 g Zartbitterkuvertüre und
50 g weiße Kuvertüre getrennt über dem warmen Wasserbad
schmelzen. Die flüssige Bitterkuvertüre mit einem Esslöffel auf
dem Kuchen verteilen. Die weiße Kuvertüre in einen kleinen
Gefrierbeutel füllen, eine kleine Ecke des Beutels abschneiden und
helle Schlieren über die noch feuchte dunkle Kuvertüre spritzen.
Die Glasur trocknen lassen.


Der Kuchen roch schon im Backofen sehr lecker und die Beschenkte hat sich auch wahnsinnig über dieses Schmuckstück gefreut. Der Rum im Rezept gibt dem Kuchen ein tolles Aroma.

Fazit

Von mir gibt es für das Buch "Backschätze" eine absolute Kaufempfehlung. Ich bin froh, das das Buch in meinem Bücherregal steht und werde sicher noch ganz viele Rezepte nachbacken.Das Buch ist sicher auch ein ganz tolles Geschenk für alle, die noch kein "Grundbackbuch" haben oder die gerne öfter backen möchten.

Ich wünsche euch noch eine tolle Woche!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Die Küchenflüsterin über die süßen Seiten des Lebens;-)

Kommentare:

  1. Und schon wieder ein Weihnachtswunsch mehr ;-) Auch wenn es ganz schön teuer wird bin ich dir sehr dankbar für die tollen Buchrezensionen die du für uns hast!

    Lieben Dank dafür!
    Annika

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  2. Der Kuchen hört sich verdammt lecker an und er sieht auch danach aus. Den werd ich bestimmt nachbacken.
    liebe Grüße Caro

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  3. Hallo Maria,

    ich lese gerne deine Rezepte und Tipps und freue mich auch wieder über deinen heutigen Buchtipp. Dass man die traditionellen Backrezepte nicht aus den Augen verlieren sollte finde ich auch... da bin ich völlig deiner Meinung. Vielleicht magst du mich ja auf meinem Blog auch mal besuchen... dort findest du auch einige Backklassiker. ;o)
    LG und mach weiter so...
    Christiane

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  4. Das stimmt - die Klassiker sind es, die das wirklich das Herz höher schlagen lassen!

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  5. Estupenda receta me gusta,abrazos y abrazos.

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  6. "Backschätze" hatte ich anfang der Woche auch auf Am@zon entdeckt :-) und direkt auf meine Wunschliste gesetzt :-)
    Der Schokokuchen sieht jedenfalls sehr sehr gut aus und wenn ich heute den Laptop schon eher angestellt hätte, dann hätt ich das Rezept sofort nachgebacken.
    Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben, ne!

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  7. Liebe Maria

    Buch landet auf meiner Wunschlieste...:)
    Alles Liebe
    Valeria

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  8. Liebe Maria,

    das sieht ja toll aus! Super tolle Buchvorstellung..:-)

    Beste Grüße
    Karen von Karens Backwahn

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  9. Ich liebe auch klassische Rezepte und freue mich im Grunde, dass die Zeit dieser wahnsinnig vielen Modetorten vorbei ist - da ich schon ein wenig älter bin *hüsterl* habe ich schon viele klassische Backbücher - aber in deinen Vorshclag werde ich auf jeden Fall reinschauen.

    Danke dafür
    GGLG Heidrun

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  10. Lecker Schokoladenkuchen :-) mach ich bestimmt mal nach.
    Liebe Grüße Kati

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  11. wow die bilder sind ja wirklich mal der hammer.da weiß man garnicht welchen kuchen mal an liebsten nachbacken will.
    da grübel ich ja echt ob ich mir das buch kaufen soll.

    was backst du denn als nächstes nach aus dem buch?*g*

    lg kleine tortenfee

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    1. Hallo Tortenfee,

      Also ich kann nur empfehlen es zu kaufen!
      Ich werde als nächstes aufjedenfall noch die Amerikaner, den Zitronenkuchen und die Florentiner ausprobieren...und alles andere natürlich auch :)

      Viele Grüße,
      Maria

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  12. Es duftet hier vorzüglich! Habe gerade das Rezept ausprobiert und werde den Kuchen jetzt gleich mit Schoki überziehen, bei dem Geruch ist es eine Quahl bis morgen zu warten mit dem probieren ;-) Aber wenn Besuch kommt macht sich so ein angeschnittener Kuchen nicht so gut...

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  13. Ja, die alten Klassiker, ich liebe sie. Habe letztens noch einen sehr sehr leckeren klassischen Käsekuchen gemacht, ohne Käsekuchenhilfe! Der war sooooo lecker und ist ratzfatz von meiner Familie aufgegessen worden. Wenn ich zu Geburtstagen mit einer Motivtorte auftrumpfe, Staunen alle und finden sie schön, aber wenn alle eine Wunsch äußern dürfen, dann wünschen sie sich die alten Klassiker. Apfelkuchen, Streuselkuchen ect. . Und was es bei mir ja überhaupt nicht mehr gibt, sind Fertigbackmischungen. Medien Schwiegermama hat doch glatt diese Woche einen Gugelhupf aus so einer Packung gemacht und da schmeckt man den Unterschied zur Packung und dem selbstgemachten Kuchen.

    Dein vorgestelltes Buch werde ich mir auch auf jeden Fall zulegen, obwohl auch meine Regale überfüllt sind. Aber ich habe letztens mal aussortiert, da kann dann mal wieder was Neues her. Mein Mann wird zwar sagen, ich hab einen Knall, aber er unterstützt natürlich meine Backliebe und freut sich immer über leckeren Kuchen, auch wenn er dick macht :-). Er gibt immer mir die Schuld, wenn er zugenommen hat, weil ich ja so viele Backe und er nicht widerstehen kann.
    In diesem Sinne, wünsche ich Dir und Deinem Liebsten ein schönes WE.

    LG Anita

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  14. Hallo :-) toller Blog :)
    Könnte man diesen Kuchen mit Fondant (fertigem) überziehen? Möchte meinem Sohn zum Geburtstag einen Feuerwehrschokokuchen backen oder soll ich da eher das Wunderrezept nehmen?
    LG
    Kathi

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    Antworten
    1. Hallo Kathi,

      Natürlich kannst du auch diesen Kuchen nehmen. Bei "trockenen" Kuchen ist es völlig egal, welchen du für einen Fondantüberzug verwendest. Nur bei Cremes und Co. muss man aufpassen.

      Viele Grüße,
      Maria

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Viele Grüße,
Maria