Freitag, 8. Juni 2012

Tag 5: Über Foodfotografie

Heute möchte ich euch ein Buch über Foodfotografie vorstellen. Foodfotografie beschäftigt wahrscheinlich jeden Foodblogger früher oder später interessiert, denn man ist stehts bemüht die Speisen besonders appetitlich abzulichten um den Lesern Lust auf das Nachkochen zu machen.

Das Buch von Peter Rees habe ich mit nach London als Reiselektüre genommen. Mein Sitznachbar im Flugzeug schielte öfter man auf das Buch mit den appetitlichen Bildern.

"Foodfotografie"
von Peter Rees


mitp Edition ProfiFoto
34,95€
Paperback, 244 Seiten

"So richte ich dieses Buch nicht nur an den ambitionierten Hobby- und Profifotografen sowie Kochblogbetreiber, sondern auch an alle Genussmenschen, die einen umfangreichen Einblick in das weite Feld der Foodfotografie erlangen möchten." Als ich diesen Satz im Buch las, hatte ich Hoffnung viele neue Dinge über Fotografie zu lernen und dies später auch selber anwenden zu können.

Inhalt

Einleitung

Equipment

Requisite

Gestaltung

Foodstyling

Fotopraxis

Zu Beginn erklärt Rees, dass er mit ein paar Vorurteilen über Foodstyling aufräumen möchte, da viele denken bei Foodstyling gehe es nur um Plastehähnchen, angemaltes Gemüse und Lack. Seiner Meinung nach brauch man durch schnelles Arbeiten und Frische Zutaten diese Dinge nicht. 

Im Buch findet man zunächst einige Eingangsworte zur Foodfotografie. Anschließend findet man viele Informationen zur Technick und Ausrüstung. Selbst ich habe durch die Beschreibungen von Rees verstanden, was es für verschiedene Objektive gibt und wozu man diese braucht. Alle Erklärungen sind mit Fotos gespickt, die einem den Unterschied der verschiedenen Techniken und Objektive klarmachen soll. So findet man zum Beispiel 3 Mal das gleiche Bild, dass mit unterschiedlichen Objektiven fotografiert wurde. Diese Art Wissen zu übermitteln,finde ich sehr verständlich.
 

Es folgt ein Abschnitt über das Küchenequipment. Wattestäbchen, Zahnarztbesteck, Schminkpinsel, Holzklötzchen und Autowachs benutzte ich sonst nicht in der Küche und auch nicht zum Fotografieren, aber ich lese fleißig weiter. Im Kapitel Foodstyling wird dann klar, wofür man die Dinge braucht: Crepes mit Küchenkrepp füllen, damit es luftiger aussieht, Pommes mit Lebensmittelfarben anmalen, damit sie knuspriger wirken, Künstliche Eiskugeln, da echte so schnell schmilzen und Acrylglaseiswürfel für Getränke. 

Das hat mich sehr irritiert, denn für mich ist das schon zu viel des Guten. Ich frage mich zum ersten Mal ob Peter Rees weiß, was Foodblogger machen (also, dass sie die fotografierten Speisen später auch essen) oder ob er seine Zielgruppe einfach verfehlt hat.
 

Im Kapitel Fotopraxis findet man Peter Rees Lieblingsrezepte mit genauen Beschreibungen, wie und mit welcher Technik er das passende Bild fotografiert hat. Dazu gibt es auch zahlreiche Skizzen zum Aufbau des Studios.
 

Die Rezepte klingen sehr lecker: "Knoblauchgarnelen mit frischen Kräutern", "Kreolische Hähnchenkeulen" oder "Wein-Vanille-Gelee". 

Fazit

Ich habe etwas über Fotografie, über Kameras und Objektive lernen können und einen Einblick in die Foodfotografie gewinnen können. Umsetzten kann ich leider nichts, da ich leider keine Spiegelreflexkamera besitzt, keine Tageslichtlampen und Spots zu Hause habe. Ich fand das Buch sehr interessant und habe es gerne gelesen, schade finde ich, dass sich meine Bilder dadurch nicht wesentlich verbessert haben
Die Erklärungen sind durchweg positiv zu Bewerten, denn ich konnte auch alle technischen Facts, dank guter Bebilderung sehr gut nachvollziehen.

 
Bewertung
 
1. Design/Bildgestaltung: 1
2. Altagstauglichkeit Rezepte: 2 , Altagstauglichkeit Fotografie: 5
3. Geschmack: 2
4. Umsetzung Rezepte: 2 , Umsetzung Fotografie: 4
5. Preis/Leistungsverhältnis: 3


Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Start ins Wochenende!

Wir sehen uns, wenn es wieder heißt:

Neues aus meinem Bücherregal ;-)


Kommentare:

  1. ich glaube die Fotografie-Tips sind eher für Food-Fotografierer (Kochbücher, Speisekarten) geeignet als für Blogger. die Einstellungen mit dem Licht und wie man was aufbaut, finde ich gar nicht so schlecht. unter anderem auch die Idee mit dem Zahnstocher im Sandwich. allerdings finde ich diesen Küchenkrepp-Trick nicht so toll.

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  2. Getreu dem Motto
    "Das Auge isst mit"
    Danke für die Vorstellung.
    Grüße
    Marie

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  3. Dank deiner wirklich gelungenen Rezession bin ich zum ersten Mal am Überlegen, ob ein solches Buch nicht doch ein Zugewinn für meine Fotografie wäre.

    Vielen Dank fürs Vorstellen!

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  4. Das wäre doch mal eine schöne Anregung für Herrn Rees, ein entsprechend adaptiertes Buch für Foodblogger herauszubringen. Die theoretischen Grundlagen sind ja fast die gleichen. Nur ist zu beachten, dass wir eben nur echtes Essen fotografieren und mit der Kamera eben nicht high end, sondern höchstens semiprofessionell sind.
    Übrigens: Diese Tageslichtlampen sind gar nicht so schlimm. Seit sich "mein" Kameramann bei EiTV (www.eitv42.de) sowas zugelegt hat, drehen wir nur damit (ab Folge 10). Seine lassen sich auch sehr klein Zusammenlegen und nehmen in Ruheposition wenig Platz weg. Und soooo teuer sollen sie auch nicht gewesen sein.
    Beim Fotografieren nutze ich sowas aber nicht. Allerdings mache ich aber auch alles Licht an, was meine Küche zu bieten hat. Und seit in meiner Dunstabzugshaube die eine von den beiden Glühlampen durchgebrannt und durch eine Energiesparlampe ersetzt ist, gibt die Mischung aus meiner Sicht das ideale Licht.

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  5. Wow, was für interessantes Buch! Aber Du hast schon recht, wir essen nach dem Fotografieren immer sofort alles auf, meine Kleine ist oft gar nicht zu halten. In meinem letzten Post "Puddinge" habe ich einen Kommentar bekommen, dass mein Pudding besser aussieht als der im Buch. Es geht also auch ohne Hilfsmittel und darüber freue ich mich jedes Mal.

    Liebe Grüße, Tanja

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  6. Macht spaß zu lesen wie 'die' das Essen immer so besonders aussehen lassen; aber beimanche Tricks vergeht einem zu bischen der Appetit.
    Danke für die Beschreibung.
    Jojo aus Berlin

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  7. Wow tolles Buch :-) ich glaube dass muss ich mir auch holen

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  8. Ich habe das Buch auch gelesen und für mich als nicht relevant aussortiert. Ich finde es absolut nicht mehr zeitgemäß, Hähnchen braun anzupinseln, damit sie cross aussehen, Rasierschaum für eine besonders schöne Bierblume zu verwenden oder Essen sonstwie zu verfremden, um eine ansprechenden Look zu erreichen. Für die Werbefotografie wird das immer noch häufig eingesetzt und grenzt für mich hart an Verbrauchertäuschung. Für Kochbücher und Speisekarten sollten diese Techniken einfach tabu sein. Wenn ich das auf dem Foto dargestellte Gericht mit normalen Mitteln in meiner heimischen Küche nicht erreichen kann, ist das einfach nur frustrierend und doof. Ein besonders positives Beispiel im Foodstyling ist für mich Stevan Paul: Seine Rezepte sehen super aus und schmecken toll. Bei ihm kommen keine Tricks zum Einsatz und das Essen kann hinterher ohne Bedenken verzehrt werden.

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  9. Wir, Susan und ich, haben das Buch auch rezensiert. http://delighted-magazine.de/2012/02/21/rezension-foodfotografie-von-peter-rees/ Wir fanden das Buch auch wenig hilfreich und daher schreiben wir gerade an einem eigenen Food-eBook, an dem ihr euch gerne mit einem Sommerrezept beteiligen könnt: http://delighted-magazine.de/2012/06/10/schickt-uns-eure-besten-sommerrezepte-und-gewinnt-ein-exemplar-unseres-food-ebooks/

    VG Jana

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Vielen Dank für dein Kommentar. Es wird erst NACH Freigabe sichtbar.
Viele Grüße,
Maria